Also ich bin ja Rentner und schaue das eher von der anderen Seite an – mir geht's ums Entnehmen, nicht ums Einzahlen. Aber ich finde die Frage trotzdem interessant, weil meine Kinder ja noch im Aufbau sind.
Was ich denen immer sage: Zu viel Nachdenken über den richtigen Zeitpunkt kostet mehr Energie als es bringt. Ich hab das selbst erlebt in den Jahrzehnten vorher – die Leute die einfach stur ihren Plan durchgezogen haben, standen am Ende oft besser da als die, die immer optimiert haben.
Beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 kommt noch dazu dass die Förderlogik ja an die Einzahlung gekoppelt ist. Wenn du also ohnehin planst, im Jahr eine bestimmte Summe einzuzahlen, dann ist die Frage wann du das tust vielleicht weniger relevant als dass du es tust. Das wäre zumindest meine schlichte Sichtweise als jemand der die Einzahlungsphase schon hinter sich hat.
Ich bin zwar erst 27 und hab noch nicht so viel Erfahrung mit solchen Situationen, aber ich frag mich bei deinem Ansatz: Woher weißt du, dass -8% ein Rücksetzer ist und kein Anfang von was Längerem?
Ich hab mich intensiv mit dem Vergleich Garantieprodukt vs. ETF-Rente beschäftigt (Garantieprodukt vs. ETF-Rente: Was bringt nach Inflation mehr?) und da kam für mich raus: Langfristig spielt es eigentlich keine riesige Rolle ob du bei -8% oder bei -12% kaufst, wenn der Horizont 30+ Jahre ist. Der Sparplan macht das ohnehin automatisch über Cost-Averaging.
Was mich bei deiner Frage eher interessiert: Hast du den Opportunitätspuffer wirklich liquide geparkt und greifst du auch wirklich drauf zurück, wenn's so weit ist? Ich glaube viele planen das, machen's dann aber doch nicht weil man eben nie sicher ist. Das ist für mich das eigentliche psychologische Risikomanagement-Problem.