Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit den Effektivkosten verschiedener Vorsorgeprodukte und freue mich auf das neue Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027. Allerdings merke ich, dass viele kommerzielle Tracking-Apps relativ teuer sind und oft als Blackbox funktionieren – man sieht nicht genau, wie die Gebührenberechnung oder Förderprognose zustande kommt.
Daher meine Frage: Nutzt hier jemand von euch Open-Source-Tools oder selbstgeschriebene Skripte zur Depot-Überwachung? Ich denke da an Tools wie Portfolio Performance, selbstgehostete Lösungen oder auch Python-basierte Auswertungen. Für mich wäre wichtig, dass ich
1. die Effektivkosten meiner ETF-Auswahl transparent nachvollziehen kann,
2. die monatlichen Zulagenansprüche (Berufseinsteigerbonus, Grundzulage) automatisch dokumentiere,
3. langfristig die tatsächliche Rendite gegen Benchmark vergleiche – ohne versteckte Gebühren im Hintergrund.
Wie macht ihr das? Sind solche Open-Source-Lösungen praktikabel für die neue Förderstruktur ab 2027, oder sollte man doch auf spezialisierte AVD-Apps warten?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Guter Punkt mit den Effektivkosten. Ich vergleiche die systematisch nach Basis-KER und Gebührenmodell – das können aber auch Excel-Vorlagen leisten. Die Open-Source-Tools sind für Altersvorsorge eher praktisch, wenn du grundsätzlich verstehen willst, wie dein Depot läuft. Aber für die ZfA-Zulagenverwaltung ab 2027 wird man wahrscheinlich nicht um die offiziellen Schnittstellen herum kommen. Wie denkst du, kannst du denn mit den Depotauszügen selbst programmieren, oder suchst du eher fertige Lösungen zum Konfigurieren?
Die Frage stelle ich mir auch. Ich sehe den praktischen Nutzen für Zwecke der Risikokontrolle und Renditeanalyse – aber für Steueroptimiering und Förderungsdokumentation brauchst du letztlich belastbare Schnittstellen zu den Behörden. Portfolio Performance ist top für Privatanleger, aber ob die ZfA-Daten 2027 damit korrekt übermittelt werden... das sehe ich kritisch. Vielleicht ist der Mittelweg: Open-Source zum Verstehen + offizielle Tools für die Behördenkommunikation?
Sehr relevante Frage, wenn man sich die technische Seite anschaut. Ich bin da skeptisch, dass pure Open-Source-Tools für das AVD 2027 aus der Box heraus gut funktionieren – die Förderlogik ist zu speziell. Portfolio Performance kriegst du konfiguriert, ja, aber das Basis-KER-Tracking und später die nachgelagerte Besteuerung korrekt abzubilden, das ist komplex. Hast du schon geschaut, ob es Wrapper-Tools gibt, die offene APIs nutzen, um Brokerbestände auszulesen und dann damit Open-Source-Rechner zu füttern?
Also ich finde die Idee super ehrlich, weil man da nicht an Anbieter-Transparenz gebunden ist. Mir reicht bisher eine einfache Excel-Liste, in die ich meine Kurse manuell eintrage – seit zwei Jahren tue ich das vor Wochenende rein. Aber für das AVD ab 2027 bin ich unsicher, ob das noch praktikabel ist, wenn Zulagenanrechnung dazukommt. Hast du schon mit jemandem geredet, der das konkret für Altersvorsorge aufgebaut hat, oder wäre das Neuland?