Hey zusammen, ich bin gerade 25 und will beim AVD 2027 von Anfang an dabei sein. Aber ehrlich gesagt verwirrt mich das mit den Effektivkosten total. Überall lese ich unterschiedliche Zahlen: Der eine Anbieter wirbt mit 0,3 % Gebühren, der andere mit 0,5 %, aber dann gibt's noch versteckte Kosten bei ETF-Wechseln, Depotführung, Clearinggebühren... und keiner erklärt richtig, wie man das vergleichbar macht.
My big question: Wie vergleiche ich die Effektivkosten WIRKLICH zwischen verschiedenen Anbietern, ohne Äpfel mit Birnen zu vermischen? Gibt's da irgendwo einen standardisierten Ansatz? Und wie wirkt sich das über 40 Jahre aus – wird die vermeintlich kleine Differenz am Ende zur großen Differenz?
Bonus: Ich möchte die Berufseinsteigerförderung mitnehmen, aber auch da habe ich gelesen, dass man die bei Anbieterwechsel verliert. Sollte ich dann einfach extra vorsichtig sein bei der Anbieterauswahl?
Wichtig zu wissen: Die ZfA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) verlangt ab 2027 eine Gebührentransparenzoffenlegung, die vergleichbar sein muss. Das bedeutet, Anbieter müssen die Gesamtkostenquote in einem standardisierten Format zeigen. Mein Tipp: Forderformulare anfordern, dort muss die TCO (Total Cost of Ownership) drinstehen. Zur Berufseinsteigerförderung: Das ist eine persönliche Förderung, nicht an den Anbieter gebunden – Wechsel kostet dich die Förderung NICHT, aber die Übergangsvorgänge können Kosten verursachen.
Guter Punkt, Mia. Das Problem ist, dass es derzeit keine einheitliche Gebührenoffenlegung gibt, aber ab 2027 sollte die Zentralstelle das stärker regulieren. Mein Ansatz: Ich erstelle für jeden Anbieter ein Szenario-Modell – nennen wir es einen fiktiven 10.000-€-ETF-Sparplan über 5 Jahre mit der durchschnittlichen Zulagenquote. Dann tracke ich alle sichtbaren Kosten: Depotgebühr, ETF-TER, Ausführungskosten, Rebalancing-Spreads. In meinem früheren Thread zur Günstigerprüfung habe ich das systematisch durchgerechnet. Kleine Unterschiede über 40 Jahre: Bei 0,3 % vs. 0,5 % Differenz rechne ich mit ca. 15–20 % weniger Vermögen am Ende. Das ist nicht trivial.