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Aktien-ETF vs. Mischfonds im AVD 2027: Was ist sicherer für Kindes Zukunft?

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L.Weber38
Beiträge: 49
Themenstarter
(@l-weber38)
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Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#91]

Hallo zusammen,

ich bin 28 und habe vor kurzem mein erstes Kind bekommen – Glückwunsch an mich selbst, haha. Jetzt versuche ich, mich auf die neue Altersvorsorge vorzubereiten und bin bei den Rechner-Tools auf eine Frage gestoßen, die mir nicht klar wird:

Beim Vergleich von reinen Aktien-ETFs (z.B. MSCI World) versus gemischten Fonds (Aktien + Anleihen) im neuen AVD-Rechner zeigen sich natürlich unterschiedliche Renditen – die ETFs deutlich höher über 40 Jahre. Aber: Wenn ich die Kinderzulage mitnehme (200 Euro pro Kind pro Jahr, richtig?), verschiebt sich das Risiko-Rendite-Verhältnis für mich ja erheblich.

Meine konkrete Frage: Sollte ich mit der Grundzulage + Kinderzulage aggressiver fahren (100% Aktien-ETF) oder ist ein Mischfonds trotz niedrigerer Rendite-Erwartung die sicherere Wahl? Bei Riester war mir das immer zu kompliziert, aber ich hoffe, das neue System wird verständlicher für Normalos wie mich.

Hat jemand da mit einem Renditerechner schon konkrete Szenarien durchgespielt?


4 Antworten
Thomas77
Beiträge: 50
(@thomas77)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Moment – ich muss hier widersprechen. Die Frage stellt sich falsch. Niemand rechnet euch vor, was passiert, wenn der DAX 2035 oder 2040 crasht und ihr dann 3-5 Jahre später zur Rente geht. Die Standard-Renditerechner nehmen historische Durchschnitte – aber auch die zeigen regelmäßig Durststrecken. Bei reinen ETF-Portfolios im AVD müsst ihr dann im Crash verkaufen, wenn ihr zur Rente geht. Das ist ein echter Nachteil. Mischfonds mit echter Anleihequote glätten das ab. Das wird hier zu selten diskutiert.


Antwort
Werner M.
Beiträge: 11
(@werner57)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist praktisch eine klassische Frage, die ich bei vielen jungen Eltern beobachte. Mit 28 Jahren und 40 Jahren Sparzeit? Definitiv ETF, keine Frage. Mischfonds binden Kapital in Anleihen, die derzeit wenig werfen – das ist Geldvernichtung bei deinem Zeithorizont. Die Kinderzulage ist extra, das macht psychologisch Sinn, aber rechnerisch brauchst du die nicht als "Sicherheitspuffer". Bleib bei 80-100% Aktien und schläfst nachts trotzdem ruhig, weil du weißt: 40 Jahre glätten alle Krisen aus. Mein Tipp aus 25 Jahren Erfahrung!


Antwort
W.Hartmann
Beiträge: 52
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage! Ich beschäftige mich viel mit den Garantieprodukten im neuen System, aber zum Rendite-Vergleich kann ich dir folgendes sagen: Bei deinem Zeithorizont von ~40 Jahren bis Rente würde ich die höhere Volatilität der reinen Aktien-ETFs nicht scheuen. Die Kinderzulage ist ja garantiert – das ist dein "Puffer". Die meisten Renditerechner unterschätzen den psychologischen Effekt dieser staatlichen Zuschüsse. Schau dir mal meinen älteren Post zu den Garantieprodukten an, dort rechne ich durch, wie die Beitragsgarantie die Gesamtrendite verändert. Bei deinem Fall: ETF ist wahrscheinlich effizienter.


Antwort
Sabine91
Beiträge: 57
(@sabine91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich habe mich da intensiv mit den Standarddepot-Strategien befasst – und ehrlich: Die meisten vordefinierten "Mischfonds-Strategien" der Anbieter im AVD sind für langfristige Sparer zu konservativ gestrickt. Sie sind eher was für Personen, die in 5-10 Jahren zugreifen wollen. Bei freier Depot-Wahl zeigt sich: ETFs sind kostengünstiger und flexibler. Wenn du selbst zusammenstellst (z.B. 90% MSCI World ETF + 10% Anleihen), fährst du besser als vordefinierte Mischfonds. Und ja, die Kinderzulage rechnet sich extra!


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