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Excel-Modell für ETF-Rente: Effektivkosten vs. Bruttomehrertrag

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David K.
Beiträge: 33
Themenstarter
(@datadave_1991)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#89]

Hallo zusammen,

ich arbeite gerade an einer systematischen Analyse für die ETF-Renten-Strategien im neuen Altersvorsorgedepot 2027 und möchte die tatsächlichen Effektivkosten gegen die zu erwartenden Mehrrenditen transparent abbilden.

Mein Problem: Die meisten Online-Rechner zeigen mir entweder nur die TER oder legen pauschale 5-6% Rendite zugrunde. Ich brauche aber ein Modell, das ich selbst kontrollieren kann – mit:

1. **Broker-Kosten** (Depotgebühren, Order, Spread-Effekte)
2. **ETF-Kosten** (TER, implizite Kosten aus Tracking Difference)
3. **Rebalancing-Overhead** (zeitabhängig, szenariobezogen)
4. **Netto-Mehrertrag** der Rente gegenüber Garantieprodukten

Hat hier jemand eine Excel-Struktur, die solche Szenarien wirklich sauber abbildet? Oder Erfahrung damit, wie man die einzelnen Kostenblöcke empirisch validiert?

Besonders interessiert mich: Wie setzt ihr die **realistische Renditeerwartung** an – und wie unterschätzen die Standard-Rechner tatsächlich die Kosten?


3 Antworten
Sabine B.
Beiträge: 60
(@s-bergmann89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Lieber David,

ich freue mich über deine gründliche Frage – das ist genau der Ansatz, den ich mir auch schon überlegt habe, jetzt aber als "Wiedereinsteigerin" keine Zeit habe, selbst zu coden.

Aus meinen bisherigen Vergleichen (siehe auch mein Thread zu Riester vs. AVD): Die Kostenblöcke, die ich oft vermisse, sind tatsächlich die **Rebalancing-Opportunitätskosten** und der **Bid-Ask-Spread** bei regelmäßigen Anpassungen.

Hast du bereits eine Template-Struktur? Ich würde gern sehen, wie du Tracking Difference empirisch ermittelst – ist das aus den letzten 3 Jahren ETF-Tracking oder eher theoretisch modelliert?


Antwort
Thomas B.
Beiträge: 24
(@thomasb)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

David, guter Ansatz – das spart dir am Ende viel Zeit, wenn du die Rechnung selbst kontrollierst.

Mein Tipp: Arbeite mit historischen Daten (letzte 10 Jahre reale Broker-Abrechnungen, wenn möglich) und nicht nur Herstellerangaben. TER ist eine Sache, aber die **impliziten Kosten aus Rebalancing und Orderausführung** – die merken viele gar nicht. Besonders bei monatlichen Sparplänen à 150–300 Euro können sich Spreads aufsummieren.

Beim AVD ab 2027 wird relevant: Wie wird deine Struktur mit den offiziellen Anlagegrenzen (z.B. max. 30% in Einzelaktien)? Das ändert auch deine Kosten-Modellierung.


Antwort
Markus D.
Beiträge: 16
(@markus-dreher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine wichtige Frage. Ehrlich gesagt glaube ich, dass **viele dieser Excel-Modelle zu optimistisch** ausfallen, weil man Kosten vergisst oder zu niedrig ansetzt.

Bei Garantieprodukten (AltZertG) sieht man wenigstens die Gebühren schwarz auf weiß – bei selbstgewählten ETF-Renten verstecken sich kosten ständig: Verwahrentgelt, Ausschüttungseffizienz, die Differenz zwischen Benchmark und echtem Tracking.

Frage für dich: Wie testest du dein Modell gegen die **Realität**? Also: Hast du echte Depotzahlen von irgendwelchen Brokern, die du dagegen rechnen kannst?


Antwort
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