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Excel-Modell für Kosten vs. Rendite beim Frühstart-Depot selbst bauen

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Claudia H.
Beiträge: 32
Themenstarter
(@claudiah)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#131]

Hallo zusammen,

ich bin gerade wieder ins Berufsleben eingestiegen und möchte das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 nutzen. Meine Riester-Rente läuft noch, aber ich interessiere mich sehr für die Frühstart-Rente im Standarddepot.

Ich hätte gerne ein eigenes Excel-Modell, um die Gebührenbelastung gegen die zu erwartende Rendite zu rechnen – nicht einfach die Rechner der Anbieter verwenden, sondern selbst nachvollziehen können, wo die Kosten wirklich entstehen. Also nicht nur TER, sondern auch Verwaltungsgebühren, Depot-Gebühren, vielleicht sogar Rebalancing-Effekte über die Zeit.

Wie würdet ihr das aufbauen? Welche Parameter sind wirklich entscheidend, um realistisch zu sein? Und wie berücksichtigt man dann die staatliche Förderung (Grundzulage + eventuell Kinderzulage), damit man sieht, ob die Nettorendite nach Kosten wirklich besser ist als bei meiner alten Riester?

Ich bin offen für unterschiedliche Strategien – ob ETF-basiert oder mit Garantieprodukten. Aber bevor ich mein Geld 2027 einzahle, möchte ich selbst verstanden haben, wie die Rechnung aufgeht.

Danke für Tipps!


3 Antworten
M.Steinbach
Beiträge: 35
(@m-steinbach)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Fragestellung. Mein Ansatz: Separat die Nominalrendite (5–7% je nach Aktienquote) ansetzten, dann davon TER + Verwaltungsgebühren abziehen, und in einer zusätzlichen Spalte die Inflation mit 2–3% p.a. durchrechnen, um die reale Kaufkraft zu sehen.

Das ist oft der größere Effekt als die reinen Kostenblöcke. Ein 0,4%-TER-ETF bringt dir wenig, wenn die Inflation deine Grundzulage aufzehrt. Für die Frühstart-Rente würde ich das über 30+ Jahre durchrechnen und checken: Reicht die Inflationsbereinigung meines Gutschrift-Gutscheins auch noch 2055 was? Das ist der Punkt, den die meisten Standardrechner einfach ignorieren. Hast du das auch im Blick oder ist dir das zu theoretisch für die Planung?


Antwort
LisaK
Beiträge: 40
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Super Frage, Claudia – ich beschäftige mich gerade auch damit, wie die Auszahlungsseite aussieht, wenn man später auf die Frühstart-Rente zugreift. Aber für deine Excel-Frage: Vergiss nicht, dass bei der Rente ab 62 oder 63 später dann auch die Besteuerung anders läuft als bei klassischen Sparplanen. Das sollte vielleicht schon in dein Modell reingedacht werden – sonst hast du eine unrealistische Erwartung an die Nettorendite. Die Zeitrente wird teilweise besteuert, das kann die effektive Netto-Rendite beeinflussen.


Antwort
Michael S.
Beiträge: 0
(@michael87)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Ansatz, Claudia! Ich hab das ähnlich gemacht und mein Excel-Modell läuft im Grunde so:

Spalte A: Monatliche Einzahlung (mit oder ohne AG-Zuschuss)
Spalte B: Angenommene Bruttorendite p.a. (ich nehme 5–6% für ETF-Mix)
Spalte C: TER des ETFs abziehen
Spalte D: Depot-/Verwaltungsgebühren raus
Spalte E: Dann die Förderung (Grundzulage 175–300€ + Kinderzulage) addieren
Spalte F: Mein Netto-Vermögen nach Kosten und mit Förderung

Der Trick: Die Förderung ist ja auch eine "Rendite", nur eben garantiert. Im Vergleich zu meiner alten Riester sehe ich sofort, ob das AVD wirklich attraktiver ist.

Zum Rebalancing: Das würde ich als Kostenblock separieren oder als Annahme-Input – z.B. 0,05–0,1% p.a. Bei nur monatlichen Sparplänen ist das aber vernachlässigbar.

Welche Sparrate hast du vor? Dann kann ich dir vielleicht noch konkrete Zahlen mitgeben.


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