Hallo zusammen,
ic bin 27 und vergleiche gerade Garantieprodukt und ETF-Rente für mein Altersvorsorgedepot ab 2027. Bei beiden Varianten möchte ich das Kosten-Rendite-Verhältnis selbst in Excel durchrechnen, um wirklich zu verstehen, wo die Unterschiede liegen.
Mein Problem: Ich finde im Netz zwar viele Rechner, aber bei keinem davon kann ich nachvollziehen, wie die Kosten wirklich abgezogen werden. Beim Garantieprodukt klar – da habe ich eine feste Verzinsung und Verwaltungskosten. Aber beim ETF-Rente-Modell bin ich unsicher.
Welche Parameter muss ich konkret in meine Excel-Tabelle reinpacken?
- Sollte ich die TER (Gesamtkostenquote) monatlich abziehen oder jährlich?
- Wie rechne ich die Depotgebühren ein, wenn die auf verschiedene Depots verteilt sind?
- Die Grundzulage – zieht die Staat direkt ab oder wird die oben drauf addiert?
- Und wie realistische Rendite: 5%, 4% oder lieber konservativer?
Ich möchte beide Szenarien über 40 Jahre bis 67 durchrechnen und auch sehen, wie sich die nachgelagerte Besteuerung auswirkt. Hat jemand von euch ein Template oder Tipps, worauf ich achten sollte?
Sehe ich kritisch. Bevor du Excel-Modelle baust, solltest du klären, welche Zertifikate überhaupt zulagequalifiziert sind. Die Politik verspricht ja viel – aber im AltZertG stecken die Tücken. Nicht jede ETF ist zulagequalifiziert, und bei manchen Garantieprodukten brauchst du eine spezielle Zertifizierung. Erst checken, dann rechnen.
Das ist genau die richtige Frage! Ich helfe Berufseinsteigern oft beim Durchrechnen. Wichtig: Viele vergessen die impliziten Kosten – also Bid-Ask-Spreads beim Kauf, Rebalancing-Kosten. Das klingt klein, addiert sich aber über 40 Jahre erheblich. Bei der Besteuerung: Hol dir hier eine klare Aussage vom Broker, wie die nachgelagerte Besteuerung in ihrem Zertifikat geregelt ist. Das unterscheidet sich! Und ja – realistische 4–5% rechnen, keine 6–7%.
Hallo Lara, als Großvater denke ich da langfristig: Die Frühstart-Rente im Depot könnte auch für dich als Berufseinsteiger sinnvoll sein – je früher du anfängst, desto beeindruckender wird der Zinseszins über 40 Jahre. Beim Vergleich würde ich die Garantie im Alter (sicher ist sicher) gegen das höhere Potenzial der ETF-Rente abwägen. Excel-technisch: TER raus, Depotgebühren raus, Zulage rein. Dann siehst du sehr schnell, wer gewinnt.