Nominale vs. reale ...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Gelöst] Nominale vs. reale Rendite: Wie rechne ich Inflation richtig ein?

2 Beiträge
2 Benutzer
0 Reactions
10 Ansichten
Marco K.
Beiträge: 32
Themenstarter
(@marco89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#146]

Hey zusammen, ich bin gerade dabei, verschiedene Szenarien für mein AVD ab 2027 durchzurechnen und bin auf ein Problem gestoßen: Viele Renditerechner zeigen mir nominale Zahlen, aber eigentlich interessiert mich ja, was von meiner Kaufkraft am Ende übrig bleibt.

Wenn ich z.B. mit 5% Rendite rechne, aber die Inflation liegt bei durchschnittlich 2,5% – dann habe ich in Wirklichkeit nur ~2,4% reale Rendite, oder? Das macht über 30 Jahre einen enormen Unterschied aus.

Meine Frage: Welche gängigen Rechner berücksichtigen das automatisch? Oder muss ich das manuell nachrechnen? Und noch wichtiger: Wenn ich die Effektivkosten von zwei ETF-Optionen vergleiche (z.B. 0,08% vs. 0,35% TER), wirkt sich die Inflationsbereinigung auch auf den Kostenvergleich aus, oder ist das unabhängig?

Ich analyse gerade auch die Kostenstrukturen zwischen Standard- und Altersvorsorgedepot – für einen fairen Vergleich brauche ich da wirklich die realen Zahlen, nicht die nominalen.


1 Antwort
Stefan87
Beiträge: 40
(@stefan87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Beobachtung! Das ist tatsächlich ein häufiges Missverständnis. Bei Effektivkostenvergleichen ist Inflation irrelevant – 0,08% TER bleiben 0,08% TER unabhängig davon, wie hoch die Inflation ist. Die Kostenquote wirkt sich aber prozentual auf deine Realrendite aus.

Zum Beispiel: Bei 5% Nominalrendite minus 2,5% Inflation = 2,4% Real. Davon gehen dann noch 0,20% TER-Differenz ab (wenn du von 0,08% auf 0,35% wechselst). Das reduziert deine reale Rendite überproportional.

Die meisten Standard-Rechner rechnen mit Nominalzahlen. Wenn du inflationsbereinigt willst, musst du entweder manuell anpassen oder einen Finanzrechner mit dieser Funktion nutzen. Für deinen systematischen Vergleich würde ich ein eigenes Excel-Modell mit Inflationsszenarios (1%, 2%, 3%) hochfahren. Dann siehst du auch, wie robust dein Kostenvergleich über verschiedene Inflationsszenarien ist.


Antwort
Teilen: