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[Gelöst] Excel-Tabelle für Effektivkosten vs. Rendite im AVD – worauf kommt es an?

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Markus B.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@markus79)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#87]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich ja schon länger mit dem kommenden Altersvorsorgedepot und möchte jetzt eine eigene Excel-Tabelle aufbauen, um die Kosten-Rendite-Relation selbst zu berechnen – unabhängig von Anbieter-Rechnern.

Mein Ansatz: Ich will die jährlichen Verwaltungsgebühren, TER der ETFs und eventuell Maklerkosten direkt gegen die realistische Rendite rechnen. Aber da bin ich mir unsicher:

1. Wie modelliere ich die Effektivkosten sauber ab? Soll ich monatliche oder jährliche Entnahmen von der Rendite abziehen?
2. Bei ETF-Renten – soll ich die Tracking Difference extra berücksichtigen oder ist die schon in der TER enthalten?
3. Macht es für die langfristige Betrachtung einen großen Unterschied, ob ich 0,3% oder 0,6% Gesamtkostenquote habe?

Am liebsten hätte ich eine Art Basis-Template, das ich für verschiedene Szenarien (unterschiedliche Spardauern, Renditeerwartungen) schnell anpassen kann. Habt ihr sowas schon gebaut oder Tipps zur Struktur?

Danke für Input!
Markus


4 Antworten
Thomas B.
Beiträge: 5
(@t-bergmann36)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Markus, guter Ansatz! Ich habe mir in meiner Vorbereitung auch so eine Tabelle gemacht. Meine Empfehlung: Mach zwei Spalten – eine für Brutto-Rendite (historische Marktrendite deiner ETFs) und eine für Netto-Rendite nach Kosten.

Die Gesamtkostenquote (TER + Verwaltungsgebühren) ziehe ich einfach als jährliche Prozentquote ab. Tracking Difference ist bei dem meisten großen ETFs vernachlässigbar klein – das brauchst du nicht extra modellieren.

Zur dritten Frage: Bei 40 Jahren Sparzeit macht 0,3% Unterschied ungefähr 20-25% weniger Kapital am Ende. Das ist deutlich. Also ja, lohnt sich die genaue Rechnung. Ich könnte dir meine Struktur per Mail skizzieren, wenn du willst.


Antwort
Sabine91
Beiträge: 57
(@sabine91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Markus, ich kenne dein Detailbedürfnis 😉 Mein Tipp: Bau dir zuerst ein Basis-Modell ohne zu viele Variablen. Also:
– Eingabe: monatlicher Sparbetrag, Spardauer, jährliche Rendite (vorher), jährliche Gesamtkostenquote
– Berechnung: Zinseszins-Formel mit monatlicher Entnahme der Kosten
– Vergleich: Kapital nach Kosten vs. ohne

Das reicht vollkommen für den AVD-Vergleich zwischen Anbietern. Wenn du das später noch komplexer machen willst (Inflation, Rebalancing-Kosten etc.), passt das immer noch rein. Ich hätte auch ein Template aus meinen Standarddepot-Analysen – schreib mir gerne eine PN.


Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 38
(@etfsparplan47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Guter Thread! Ich baue meine Entnahmestrategie auch mit Excel vor und muss dazu sagen: Die monatliche Kostenentnahme ist mathematisch am saubersten. Aber für die Planung-Phase (Sparzeit bis 2057 oder so) reicht die jährliche Vereinfachung wirklich aus.

Zu deinem Punkt 3 – der 0,3%-Unterschied ist nicht zu unterschätzen. Bei einer anvisierten Auszahlungsquote von 3-4% im Alter sind niedrige Kosten vorher dein größter Hebel neben der Sparquote selbst. Ich würde sagen: Jede Zehntel Prozent kostet dich später ca. 3-5 Jahre Ersparte Arbeitszeit. Das macht es lohnenswert, die Rechnung genau zu machen.

Mein Kommer-Post hat auch ein paar Rechen-Grundlagen, falls relevant für dich.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 35
(@klaus_1975)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz und praktisch: Kosten monatlich abziehen, nicht jährlich. Das entspricht eher der Realität und du siehst schneller, wie stark sich kleine Gebührenunterschiede aufzehren.

Was ich noch wichtig finde – auch die Frühstart-Rente für Kinder einplanen, da spielen die Kosten über 50 Jahre Laufzeit echt eine andere Rolle. Bei mir hat das die Sache stark vereinfacht.


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