Hi zusammen!
Ich bin Julia, 28, und plane ab nächstem Jahr mit dem Standarddepot zu starten. Bin noch total neu beim Thema und hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie groß meine Vorsorgelücke eigentlich ist.
Hab schon ein paar Online-Rechner ausprobiert, aber die zeigen mir alle unterschiedliche Werte an. Mal sind es 400€ im Monat die mir fehlen, mal über 800€ - das kann doch nicht sein?
Manche fragen nach meinem aktuellen Netto, andere nach Brutto. Dann wieder wird nach gesetzlicher Rente gefragt, aber woher soll ich wissen was ich mal kriege? Die Renteninformation hab ich irgendwo rumliegen, aber die ist schon von 2024.
Jetzt im Sommer hab ich endlich mal Zeit mich richtig damit zu beschäftigen bevor es ab 2027 losgeht. Welche Tools nutzt ihr denn zur Berechnung der Vorsorgelücke? Gibt es welche die speziell auf die neue geförderte Altersvorsorge ausgelegt sind?
Und noch eine Frage: Muss ich bei der Berechnung schon die Grundzulage und den Berufseinsteigerbonus mit einrechnen oder ist das erst später relevant?
Danke schon mal für eure Hilfe!
Hallo Julia,
als jemand der schon länger im Thema drin ist kann ich dir nur raten: Lass dich nicht von den unterschiedlichen Zahlen verrückt machen! Die meisten Online-Rechner sind noch gar nicht auf die neuen Regelungen ab 2027 angepasst.
Aus meiner Sicht solltest du erstmal deine aktuelle Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung holen - die von 2024 ist wirklich zu alt. Mit den aktuellen Zahlen hast du schonmal eine vernünftige Basis.
Bei der Vorsorgelücke würde ich ehrlich gesagt erstmal grob mit 60-70% deines heutigen Nettoeinkommens rechnen, das ist ein guter Richtwert fürs Alter. Von dem was die gesetzliche Rente bringt ziehst du das ab und siehst wo du stehst.
Die Grundzulage und den Berufseinsteigerbonus würde ich erstmal außen vor lassen bei der groben Berechnung - das sind dann die "Extras" die deine monatliche Sparrate reduzieren. Erstmal schauen was du überhaupt brauchst, dann können die Zulagen helfen das Ziel zu erreichen.
Mein Tipp: Fang lieber konservativ an und steiger dich dann. Besser als sich zu übernehmen!
Viele Grüße
Gerhard