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Zinseszins im AVD grafisch darstellen – welche Tools nutzt ihr?

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Markus B.
Beiträge: 20
Themenstarter
(@markus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#73]

Hallo zusammen,

ich bin Anfang 30 und beschäftige mich gerade intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. Was mich dabei besonders interessiert: Ich möchte den Zinseszinseffekt über die Zeit wirklich *sehen* – also nicht nur eine Endzahl, sondern eine Kurve, die zeigt wie sich meine Beiträge plus der Berufseinsteigerbonus über die Jahrzehnte entwickeln.

Mein konkretes Problem: Die meisten Rechner, die ich bisher gefunden habe, spucken nur eine Endsumme aus. Aber ich will eigentlich verstehen, wie viel von dem Endbetrag wirklich durch den Zinseszins entsteht – also Eigenbeiträge vs. Förderung vs. Wachstum durch Wiederanlage. Gerade wenn man früh anfängt (und ich würde ja vom Berufseinsteigerbonus profitieren), soll der Unterschied enorm sein im Vergleich zu einem späteren Einstieg.

Ich schwanke außerdem noch zwischen einem klassischen Garantieprodukt und dem flexibleren Depot. Wäre es eigentlich möglich, beide Varianten in so einer Visualisierung direkt gegenüberzustellen? Also einmal flachere aber sichere Kurve vs. potenziell steilere ETF-Kurve?

Hat jemand Erfahrung mit Tools oder Rechnern, die sowas leisten? Idealerweise etwas wo man Startjahr 2027, Berufseinsteigerbonus und verschiedene Renditeerwartungen eingeben kann. Bin für jeden Hinweis dankbar!

Markus B.


1 Antwort
Markus W.
Beiträge: 11
(@markus52)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Die Frage ist berechtigt, aber ich würd da etwas skeptisch sein was fertige Online-Tools angeht. Die meisten Rechner arbeiten mit statischen Renditeerwartungen – und das ist beim Zinseszinseffekt über 30+ Jahre eigentlich das größte Problem. Ob da 5% oder 7% angesetzt werden macht am Ende einen riesigen Unterschied, der in der Visualisierung dann sehr beeindruckend aussieht aber halt nicht garantiert ist.

Für den Vergleich Garantieprodukt vs. ETF-Depot hab ich damals (vor dem AVD-Kontext) einfach selbst eine Tabelle gebaut mit drei Szenarien: optimistisch, realistisch, pessimistisch. Das ist ehrlicher als eine einzelne glatte Kurve.

Zum Berufseinsteigerbonus: Den kann man im Prinzip als einmaligen Zusatzbetrag in Jahr 1-3 einpflegen und dann laufen lassen. Wenn du das mit Zinseszins bis Rentenalter hochrechnest, siehst du schnell wie viel dieser frühe Fördereffekt ausmacht – das ist tatsächlich der stärkste Hebel bei frühem Einstieg. Ich hab das in meinem Thread zu Inflation frisst Rendite auch mal am Rand erwähnt – Inflation macht diese Visualisierungen übrigens nochmal komplizierter, das solltest du im Hinterkopf behalten.


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