Hallo zusammen,
ice mich intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 auseinander und versuche, die Grundzulage wirklich durchschaubar zu machen. Mich verwirrt aber folgendes: Die Rechner zeigen mir zum Beispiel eine Rendite von 5% pro Jahr. Aber wenn die Inflation bei 2-3% liegt, bleibt ja real viel weniger übrig, oder?
Ich versuche gerade zu verstehen, wie das bei der Riester-Reform war und wie sich das beim neuen Depot unterscheidet. Wenn ich die Grundzulage von 100-200€ pro Jahr bekomme – wie viel davon wird durch Inflation real wieder aufgezehrt? Gibt es Tools, die mir das inflationsbereinigt anzeigen?
Und noch wichtiger: Sollte ich meine Planung grundsätzlich mit nominalen oder realen Renditen aufbauen? Die alten Riester-Rechner haben da oft unterschiedlich gerechnet, und ich will nicht in die gleiche Falle tappen.
Freue mich auf Austausch – vor allem von denen, die ähnliche Vergleiche zwischen alt und neu schon durchgerechnet haben.
Ich habe gerade mehrere Rechner verglichen und das ist tatsächlich ein großes Problem: Die meisten zeigen nur Nominalrenditen. Ich habe dann eine kleine Vergleichstabelle gebaut – mit und ohne Inflation.
Die Grundzulage ist gesetzlich nominial definiert. Das heißt: 100€ heute sind in 30 Jahren deutlich weniger wert. Wenn du das korrekt bilanzieren willst, musst du entweder:
1. Diskontrate auf nominal + Inflationserwartung setzen
2. Oder separat einen Inflationsabzug machen
Bei der Riester-Vergleichsrechnung habe ich festgestellt, dass viele Rechner die Inflation bei der Endsumme nicht berücksichtigt haben – das war mathematisch fragwürdig. Beim AVD solltest du einen Rechner nutzen, der dir beide Szenarien anzeigt.
Hab das Problem auch – unterschätzt man leicht. Real rechnen ist essentiell für langfristige Planung.
Guter Punkt, Markus. Genau das hat mich bei meiner Riester-Rente auch immer geärgert – die Rechner haben das oft versteckt. Beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 ist das eigentlich transparenter, weil du selbst entscheidest, wie konservativ oder aggressiv du anlegst.
Mein Tipp: Rechne mit realen Renditen für deine langfristige Planung. Das heißt: Von den 5% Nominalrendite schlicht 2% Inflation abziehen = 3% real rechnen. Die Grundzulage ist nominial fixiert, inflationiert also mit der Zeit ab – das sollte man einplanen.
Bei Riester war das Problem oft, dass die garantierten Zinsen so niedrig waren, dass nach Inflation wenig übrig blieb. Beim AVD hast du deutlich mehr Gestaltungsfreiheit mit ETFs. Aber ja, inflationsbereinigt musst du selbst kalkulieren, die meisten Standard-Rechner machen das nicht.