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Vermietete Immobilie geerbt - Klumpenrisiko in der Altersvorsorge?

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Gerhard_1951
Beiträge: 53
Themenstarter
(@gerhard_1951)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#42]

Hallo zusammen,

ich habe vor ein paar Monaten eine ETW in München von meiner Tante geerbt. Die ist vermietet und bringt netto etwa 800€ monatlich. Jetzt überlege ich, ob ich diese als Altersvorsorge behalten soll oder verkaufen und diversifizierter anlegen.

Meine Sorge: Mit der Immobilie hängt ein großer Teil meiner Altersvorsorge an einem einzigen Objekt. Was ist, wenn der Mieter auszieht? Oder größere Reparaturen anstehen? Die Klimaanlage ist schon älter und bei den heißen Sommern wie jetzt merkt man, dass da bald was gemacht werden muss.

Auf der anderen Seite: München ist München, die Lage ist top und die Miete steigt stetig. Aber ist das nicht auch eine Art Wette auf eine Stadt/Region?

Wie seht ihr das Klumpenrisiko bei Immobilien in der Altersvorsorge? Sollte man lieber verkaufen und breiter streuen, auch wenn München wahrscheinlich weiter gut läuft? Oder bin ich zu ängstlich und sollte die sichere Miete mitnehmen?

Danke für eure Meinungen!


3 Antworten
S.Hofmann
Beiträge: 31
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Das Klumpenrisiko ist durchaus berechtigt, Gerhard. Eine vermietete Immobilie ist nie so passiv wie oft dargestellt. Ich hab als Selbständiger schon genug Baustellen und kann aus eigener Erfahrung sagen: Auch bei der besten Immobilie kommen unvorhergesehene Kosten. Bei älteren Klimaanlagen würde ich mindestens 8-12k für eine vernünftige Erneuerung einkalkulieren.

Die Abhängigkeit von einem Mieter, einer Stadt und einem Objekt ist schon ein echtes Risiko. Was machst du, wenn München mal 2-3 Jahre stagniert oder der Mieter Probleme macht? Bei der Altersvorsorge sollte man immer ehrlich die Risiken bewerten, nicht nur die Chancen sehen.


Antwort
Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kann S.Hofmann nur teilweise zustimmen. Klar, Klumpenrisiko ist da, aber München ist halt München. Die 800€ netto sind sicher und planbar, bei ETFs weißt du nie was kommt.

Ich würd die Immobilie behalten und zusätzlich diversifizieren. Verkauf ist doch Quatsch bei der Lage - sowas kriegst du nie wieder zu dem Preis.


Antwort
Stefan87
Beiträge: 16
(@stefan87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Muss da ehrlich gesagt Thomas widersprechen. Nur weil München bisher gut gelaufen ist, heißt das nicht, dass es ewig so weitergeht. Gerade bei geerbten Immobilien unterschätzt man oft die versteckten Kosten.

Diversifikation ist das A und O bei der Altersvorsorge. Eine ETW in einer Stadt, egal wie gut, bleibt ein Einzelrisiko. Wenn du verkaufst und breit anlegst, hast du deutlich weniger Stress und wahrscheinlich auf lange Sicht auch bessere Renditen. Die 800€ Miete sind schön, aber was ist mit Leerstand, Renovierungen, Verwaltung?

Ich würde verkaufen und das Kapital aufteilen - Teil ins kommende Altersvorsorgedepot, Teil in ETFs. So schläfst du ruhiger.


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