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Edelmetalle als Inflationsschutz im Altersvorsorgedepot

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Helmut F.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@helmut_1958)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#228]

Liebe Community,

ich bin seit einigen Jahren Rentner und beschäftige mich intensiv mit der Vorbereitung auf das neue Altersvorsorgedepot 2027. Dabei stellt sich mir eine Frage, die ich so in den bisherigen Diskussionen noch nicht befriedigend beantwortet gefunden habe:

Wie sinnvoll ist eine gezielte Beimischung von Edelmetallen (Gold, Silber) als Inflationsschutz im geförderten Altersvorsorgedepot? Ich verfolge die Kapitalmarktentwicklung regelmäßig und stelle fest, dass Edelmetalle in Phasen höherer Inflation tatsächlich stabilisierend wirken können.

Meine konkrete Frage: Wird eine moderate Edelmetall-Quote (sagen wir 10–15%) auf die beitragsproportionale Förderung angerechnet wie ein klassischer ETF-Sparplan? Oder gibt es förderrechtliche Besonderheiten, die ich beachten muss? Und wie stelle ich sicher, dass ich die Grundzulage plus Förderung optimal nutze, ohne durch zu breite Streuung in Rohstoff-ETFs die nachgelagerte Besteuerung negativ zu beeinflussen?

Freue mich auf sachliche Erfahrungsberichte und konkrete Rechenwege!

Grüße,
Helmut F.


6 Antworten
Marco_87
Beiträge: 44
(@marco_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Kurze Antwort: Gold bringt dir Stabilität, aber nicht die beste Förderrendite. Bleib bei Global-Aktien und maximal 5–10% Gold.


Antwort
Bernd K.
Beiträge: 9
(@rentendepot42)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, aus meiner langjährigen Sparpaxis kann ich dir sagen: Die beitragsproportionale Förderung läuft völlig unabhängig von deiner konkreten Depotmischung. Ob du 100% in einen Aktien-ETF oder 90% Aktien + 10% Gold-ETF investierst – die Grundzulage und die Förderung sind identisch. Das Entscheidende ist allein, dass du regelmäßig einzahlst und die Fördergrenzen einhältst.

Bei der nachgelagerten Besteuerung wird es interessant: Gold hat oft niedrigere Volatilität, das kann deine Gesamtrendite etwas drücken – aber auch stabilisieren. Mein Tipp: Berechne mit den Abrechnungsbeispielen der Anbieter durch, wie sich deine 10–15% Gold in 30 Jahren auswirken. Die meisten werden feststellen, dass der Inflationsschutz-Effekt kleiner ist als gedacht.


Antwort
Marco K.
Beiträge: 32
(@marco89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, eine technische Anmerkung: Bei der Kostenanalyse solltest du darauf achten, dass Gold-ETFs oft höhere TERs haben als breit gestreute Aktien-ETFs – manchmal 0,5–0,7% statt 0,15–0,25%. Das frisst über 30 Jahre mehr Förderrendite auf, als dir der Inflationsschutz bringt. Ich würde vorher konkret durchrechnen, welcher Goldanteil in deinem Fall netto mehr Rendite übrig lässt.


Antwort
Jana H.
Beiträge: 18
(@j-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Helmut, interessante Perspektive! Ich bin noch mitten im Aufbau meines Eigenheims und denke eher kurzfristig, aber deine Überlegung zur langfristigen Stabilität gefällt mir. Eine Frage: Wenn ich später mal ins Altersvorsorgedepot 2027 einsteige – sollte ich dann schon mit Edelmetallen denken, oder ist das eher was für später, wenn ich älter werde und weniger Risiko tragen kann?


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