Öl und Gas im Alter...
 
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Öl und Gas im Altersvorsorgedepot 2027 – noch eine sinnvolle Beimischung?

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VorsorgePro58
Beiträge: 60
Themenstarter
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#176]

Moin zusammen,

ich grübel gerade über die Frage, ob man als Selbstständiger mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 überhaupt noch auf Öl- und Gas-Investments setzen sollte. Ich bin seit 25 Jahren im Handwerk tätig und habe den Riester damals noch mitgemacht – der Wechsel auf das neue System war für mich persönlich ein Befreiungsschlag, weil ich endlich flexibler bin.

Jetzt bereite ich mich auf die konkrete Depotgestaltung ab Januar 2027 vor und überlege, wie ich das für mich und auch für einige Kollegen und Geringverdiener aus meinem Umfeld sinnvoll aufstelle. Die Frage ist: Öl und Gas spielen ja in vielen klassischen Rohstoff-ETFs noch eine gewichtige Rolle. Auf der einen Seite sind das reale Wirtschaftsgüter mit stabilen Cashflows, auf der anderen Seite sieht man ja gerade im Sommer wie volatil die Energiepreise sein können – und langfristig kommt da noch der Druck durch die Energiewende dazu.

Mich interessiert vor allem: Macht es Sinn, fosile Rohstoffe über das geförderte Depot zu besparen, wenn der Anlagehorizont noch 15-20 Jahre beträgt? Oder ist das Geld in breiteren Aktien-ETFs besser aufgehoben? Ich frage auch im Hinblick auf Leute, die nicht viel monatlich ansparen können – da will man ja keine unnötigen Risiken eingehen.

Was meint ihr dazu? Habt ihr euch mit dem Thema schon auseinandergesetzt?


3 Antworten
Max-Bauer
Beiträge: 27
(@max-bauer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich seh das ein bisschen anders als Marcus, muss ich sagen.

Klar, der MSCI World hat Energie schon drin. Aber wenn man sich mal die historischen Rollrenditen von Öl-Futures anschaut, ist das sowieso eine schwierige Asset-Klasse für ETF-Sparer – Contango frisst die Rendite regelmäßig auf, das ist keine Meinung sondern Mechanik. Mit physischen Aktien in Ölfirmen sieht die Sache anders aus, da profitiert man von Dividenden und Kursgewinnen.

Aus meiner Sicht als jemand der gerne verschiedene ETF-Strategien vergleicht: Im Altersvorsorgedepot 2027 würde ich Rohstoff-ETFs allgemein sehr kritisch prüfen. Die Kostenstruktur solcher Produkte ist oft höher als bei einfachen Aktien-ETFs, und der Renditevorteil durch die staatliche Förderung wird dadurch teilweise neutralisiert. Ich hab mir das auch schon aus Tool-Perspektive angeschaut – manche Depot-Apps zeigen da kaum Transparenz bei den Gesamtkosten.

Für Geringverdiener mit kleinem monatlichem Beitrag würd ich VorsorgePro58 zustimmen: lieber simpel und kostengünstig als Spezial-Rohstoff-Exposure.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 20
(@markus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich bin zwar eher am Anfang und hab noch keinen konkreten Rohstoff-Plan für mein Depot, aber ehrlich gesagt klingt das alles für mich nach nem Thema, das ich erstmal hinten anstelle. Breiter ETF, Berufseinsteigerbonus mitnehmen, und dann vielleicht später schauen ob Rohstoffe noch dazukommen. Öl und Gas fühlt sich für 30+ Jahre Laufzeit irgendwie nicht mehr zeitgemäß an.


Antwort
Marcus W.
Beiträge: 16
(@marcus-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Ich bereite mich ja seit gut zwei Jahren auf das neue System vor und schaue mir dabei genau an, welche ETF-Klassen im Standarddepot überhaupt Sinn ergeben.

Mein aktuelles Fazit zu Öl und Gas: In einem breit gestreuten MSCI World oder FTSE All-World stecken diese Sektoren sowieso schon drin – meist mit 4-6% Gewichtung im Energiebereich. Das ist für mich genug fossile Rohstoff-Exposure, ohne dass ich gezielt einen Öl-ETF kaufen müsste. Wer das aktiv übergewichten will, sollte sich bewusst sein, dass das ein Wette auf einen Sektor ist, der langfristig unter politischem und regulatorischem Druck steht.

Für das geförderte Depot würde ich persönlich eher auf breite Diversifikation setzen als auf Sektoren-Wetten. Das gilt erst recht, wenn der Anlagehorizont 15+ Jahre ist. Die Förderung bringt zwar extra Rendite, aber die kann man durch schlechte Sektorwahl auch wieder verspielen. Ich hab das im Immobilien-Thread ähnlich argumentiert – breite Basis vor Spezialwetten.


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