Frank, ich plane ähnlich wie du – Mitte 40, ähnlicher Zeithorizont. Ich hab mir das mit verschiedenen Tools durchgerechnet, darunter einige, die ich im Tools-Thread vorgestellt hab.
Ergebnis bei mir: Bei einem Zeithorizont von 20 Jahren und dem Ziel Kapitalaufbau (nicht primär Inflationsschutz) hat ein reines Aktien-Depot in den meisten Szenarien besser abgeschnitten als Mixe mit hohem Rohstoffanteil. Sobald der Rohstoffanteil über 15% geht, drückt das die erwartete Rendite deutlich, ohne dass der Risikopuffer proportional größer wird.
Meine persönliche Planung: 5-8% Rohstoff-ETF, Rest Aktien-ETF breit gestreut. Das reicht meiner Ansicht nach als Beimischung. Und Kosten genau vergleichen – die TER ist nicht alles, wie FelixT_89 oben richtig sagt mit den Roll-Kosten.
Da muss ich Marco89 ein bisschen widersprechen – es geht bei Rohstoffen nicht nur um Rendite, sondern auch um Korrelation. In einem Altersvorsorgedepot, das 20+ Jahre läuft, können Rohstoffe in bestimmten Marktphasen Verluste abfedern, die Aktien-ETFs voll treffen.
Aber ich geb zu, ich kenn das hauptsächlich aus der Theorie, konkrete Erfahrungen mit dem neuen Depot hab ich noch nicht – das startet ja erst 2027. Was ich aus allgemeiner Vorsorge-Lektüre mitgenommen habe: 10% als Rohstoff-Beimischung gilt als gut vertretbar, alles darüber sollte man begründen können.
Kosten auf jeden Fall im Blick behalten. Nicht nur TER, sondern auch Spreads und die Replikationsmethode.
Ich sehe das pragmatisch: Rohstoffe als Beimischung ja, aber nicht zu kompliziert machen. Ich hab mich mit dem Thema beschäftigt weil ich auch plane, das neue Depot ab 2027 zu nutzen.
Mein Gedanke dazu: Wer eh schon einen soliden Aktien-ETF als Kern hat, braucht Rohstoffe nicht zwingend. Aber wenn man nachts besser schläft weil man weiß, man hat einen kleinen Rohstoffpuffer gegen Inflation – dann sind 5-10% völlig legitim. Über 15% würde ich nicht gehen, da bin ich bei den anderen hier.
Das mit dem Kupfer und der Klimatisierung ist tatsächlich kein dummes Argument – der Sommerhitze-Trend ist real und Kupfernachfrage läuft langfristig mit Elektrifizierung mit. Ob das in einem Rohstoff-ETF gut abgebildet wird, ist aber ne andere Frage. Oft sind Energie-Rohstoffe übergewichtet.