Hallo zusammen,
ich plane ja schon seit längerem fürs Altersvorsorgedepot 2027 und beschäftige mich gerade intensiver damit, wie ich Rohstoffe sinnvoll einbinden kann. Ein Punkt der mich dabei immer wieder beschäftigt: das Währungsrisiko.
Die meisten Rohstoffe – Gold, Öl, Kupfer, was auch immer – werden international in US-Dollar gehandelt. Als Euroanleger trage ich also immer ein doppeltes Risiko: den Rohstoffpreis selbst, und dann noch die EUR/USD-Entwicklung obendrauf. Das kann in beide Richtungen gehen, klar, aber es macht die Sache eben schwerer planbar.
Jetzt hab ich gelesen, dass manche ETFs währungsgesichert (also 'hedged') angeboten werden. Klingt erstmal gut – aber ich frage mich, ob das wirklich so einfach ist. Was kostet dieses Hedging tatsächlich? Und macht es bei einem langen Anlagehorizont von vielleicht 20-25 Jahren überhaupt Sinn, das zu bezahlen?
Alternativ: Gibt es Rohstoff-Investments, die von Haus aus kein oder kaum Währungsrisiko haben? Zum Beispiel europäische Minenaktien oder irgendwas anderes das ich noch nicht auf dem Schirm habe?
Wäre super wenn jemand hier praktische Erfahrungen oder konkrete Einschätzungen hat. Ich stehe noch ganz am Anfang bei dem Thema.
Danke schon mal!
Ich bin da etwas pragmatischer als die Vorposter. Ich hab mich beim Thema Einstieg und Kostenplanung – ich hatte das mal hier im Sparraten-Thread angesprochen – auch gefragt, wie viel Komplexität man sich wirklich ins Depot holen will.
Beim Währungsthema würde ich mal so unterscheiden: Wenn Rohstoffe nur ein kleiner Depotanteil sind, vielleicht 5-10%, dann ist das Währungsrisiko daraus absolut gesehen überschaubar. Du hast ja den Rest des Depots in Euro-denominierten oder zumindest europäisch orientierten Anlagen.
Gesichertte ETFs (hedged) gibt es tatsächlich für Gold z.B. bei einigen Anbietern. Aber wie MarcusHeld oben schreibt, kostet das gerade wirklich spürbar. Ich würd mir das gut überlegen ob das wirklich nötig ist.
Was mich noch interessiert: Hast du konkret schon bestimmte Rohstoffklassen im Kopf oder ist das noch völlig offen? Das macht bei der Frage eigentlich einen Unterschied, weil z.B. Gold nochmal anders zu betrachten ist als Industriemetalle.