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ETF-Rente im AVD 2027: Welche Kostenquoten sind realistisch?

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Marcus H.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@marcusheld36)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#134]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ja ab 2027 starten soll. Als Softwareentwickler bin ich es gewohnt, Dinge zu optimieren – und da stört mich bei klassischen Rentenversicherungen schon lange der Kostenapparat, der da dranhängt. Effektivkosten von 1,5-2% pro Jahr fressen über 30 Jahre einfach brutal viel Rendite weg.

Meine konkrete Frage: Was weiß man bislang darüber, welche ETF-Strategien im neuen AVD tatsächlich förderberechtigt sein werden? Gibt es Einschränkungen bei der ETF-Auswahl, z.B. nur bestimmte Indizes oder Anbieter? Ich frage das auch, weil ich bei manchen Riester-Fondsprodukten gesehen hab, dass die erlaubten Fonds extrem eingeschränkt waren und die Kosten trotzdem hoch.

Und dann interessiert mich der direkte Kostenvergleich: Wenn ich im AVD selbst einen MSCI World ETF bespare – was sind da realistische Gesamtkosten inkl. Depotgebühren, Orderkosten etc.? Rein rechnerisch komme ich auf vielleicht 0,2-0,4% p.a., aber ich weiß nicht ob das so stimmt.

Hat jemand hier schon konkreter recherchiert, z.B. in den Gesetzentwürfen nachgeschaut, was das AVD von klassischen Versicherungsprodukten unterscheidet? Würde mich freuen von Leuten zu hören, die da tiefer drin sind als ich.

Danke und schönen Sommer noch!


1 Antwort
CodeInvestor_87
Beiträge: 52
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hey, quasi Seelenverwandter hier 🙂

Ich hab mich da auch reingewühlt. Was ich bisher aus dem Gesetzentwurf rauslesen konnte: Das AVD soll deutlich offener sein als Riester – keine vorgeschriebene Fondsliste, die Anbieter entscheiden selbst was sie ins Depot nehmen. Theoretisch also Standard-ETFs wie MSCI World oder ACWI möglich.

Deine Kostenrechnung von 0,2-0,4% halte ich für realistisch, wenn man einen günstigen Neobroker als Depotanbieter wählt. TER beim MSCI World ETF aktuell ca. 0,07-0,20%, dazu vielleicht pauschale Depotgebühr oder Orderkosten je nach Anbieter. Im Vergleich zu klassischen Versicherungsprodukten ist das brutal günstig.

Der spannende Knackpunkt ist für mich die Beitragsgarantie – falls die kommt, drückt das auf die Renditeerwartung, weil ein Teil in sichere Anlage geparkt werden muss. Da bin ich noch dabei zu modellieren was das konkret bedeutet über 30 Jahre. Hast du da schon was durchgerechnet?


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