Guten Tag zusammen,
ich beschäftige mich seit einigen Monaten intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und bin grundsätzlich begeistert von den Garantieprodukten – das gibt mir die Sicherheit, die ich in meinem Alter brauche. Mein eingezahltes Kapital bleibt erhalten, das ist mir wichtig.
Aber eine Frage beschäftigt mich: Was genau passiert steuerlich, wenn ich das Geld "schädlich" verwende, also nicht bis zur Rente im Depot lasse? Ich habe gelesen, dass dann Strafen drohen, aber mir ist unklar, wie hart die wirklich ausfallen. Muss ich dann alle Zulagen zurückgeben? Fällt nachgelagerte Besteuerung weg und ich zahle normal Kapitalsteuer? Und wie lange hat das Finanzamt, um so etwas zu prüfen?
Ich bin kein Spekulant und plane nicht, das Geld rauszunehmen – aber ich möchte einfach verstehen, welche Konsequenzen drohen würden, wenn es doch passiert. Gibt es da graue Zonen oder ist die Regel streng?
Danke für fundierte Antworten!
Heinz, gute Frage. Aus meiner Erfahrung mit dem Wechsel von Riester – und Riester hatte ähnliche Regeln – musst du mit folgendem rechnen: Die Zulagen fließen zurück, wenn du vor Renteneintritt entnimmst. Zusätzlich fallen die aufgelaufenen Erträge unter nachgelagerte Besteuerung – also Steuern auf Gewinne im Alter. Das Finanzamt prüft das bei der Steuererklärung, wenn deine Rentenbezugsmitteilung nicht stimmt. Ich würde das nicht dramatisieren: Solange du bis Renteneintritt wartest, passiert gar nichts. Und im Notfall – Krankheit, Unfall – gibt es meist Ausnahmeregelungen. Lass dich von der "Strafe"-Rhetorik nicht abschrecken; die ist eher eine Abschreckung für Missbrauch, keine normale Konsequenz für ehrliche Sparer wie dich.