Hallo zusammen,
ich beschäftige mich jetzt seit Wochen mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und bin ehrlich gesagt verwirrt. Überall liest man von "garantierter Rendite" und "staatlich gefördert", aber was mich interessiert: Wie sehe ich als normaler Sparer eigentlich die echten Kosten? Bei Garantieprodukten nach AltZertG gibt es ja diese Gebührendeckelung, aber reicht das aus, um die Effektivkosten wirklich zu verstehen?
Meine Frage ist konkret: Wenn ich ein anerkanntes Garantieprodukt fürs Depot wähle – bekomme ich dann von der Bank eine klare Aufstellung, was mich die Verwaltung, die Garantie selbst und sonstige Kosten im Endeffekt kostet? Oder brauche ich dafür wirklich einen Steuerberater? Die Förderrechnung ist das eine, aber die Kostenrechnung dahinter das andere. Kann mir jemand erklären, wo ich diese Transparenz einfordern kann und welche Fragen ich der Bank stellen sollte, um nicht am Ende mit einer "günstigen" Garantie dazustehen, die mich faktisch aussaugt?
Markus, sehr gute Frage – und da bist du nicht allein. Ich nutze für meine Kinder und mich die neue Förderung ja auch und hab mir da gleich überlegt, wie transparent das wirklich ist. Bei den Garantieprodukten sollte die Bank dir ein sogenanntes Produktinformationsblatt (PIB) ausstellen müssen, auf dem auch die Kostenquote aufgelistet ist. Das ist zwar nicht immer super aussagekräftig, aber es ist ein Start. Was ich gelernt hab: Frag konkret nach der Verwaltungsgebühr, der Garantiegebühr (wenn separat berechnet) und ob es versteckte Kosten bei Entnahmen gibt. Die AltZertG-Deckelung hilft dir, aber nur wenn du genau weißt, wie deine Bank diese anwendet. Steuerberater brauchst du dafür nicht, aber ein gutes Gespräch mit der Bank – und eventuell einen Blick in den Versicherungstarifvertrag – hilft sehr. Ich würde dir auch empfehlen, mehrere Banken zu vergleichen, bevor du dich festlegst.