Hey zusammen, ich bin Software-Entwickler und seit kurzem auch selbständig tätig. Bei meiner Recherche zum neuen Altersvorsorgedepot 2027 stecke ich immer wieder fest, wenn es um die konkrete Förderung für Selbständige geht.
Ich verdiene ca. 55.000€ brutto im Jahr, habe aber keine Angestellten und keinen klassischen Arbeitgeber. Jetzt die Frage: Kann ich das neue Altersvorsorgedepot überhaupt mit den gleichen Fördermöglichkeiten nutzen wie ein Angestellter? Besonders interessiert mich die beitragsproportionale Förderung und ob ich auch damit rechnen kann.
Und wenn ja – wie sieht das in meinem Fall konkret aus? Sind die Effektivkosten zwischen einem Standard-ETF-Depot und dem geförderten Depot bei meiner Konstellation noch signifikant unterschiedlich, oder verändern sich die Szenarien für Selbständige grundlegend?
Hat hier jemand praktische Erfahrung oder hat sich das schon durchgerechnet?
Das ist eine wichtige Frage! Die gute Nachricht: Auch als Selbständiger hast du Zugang zur beitragsproportionalen Förderung beim neuen Depot ab 2027. Der Knackpunkt ist aber, dass du den Förderantrag selbst stellen musst – es läuft nicht automatisch wie beim Angestellten über den Arbeitgeber.
Bei deinem Einkommen sollte die volle Förderung passen. Mein Tipp: Kalkuliere mit einer ETF-Rente als Kernstrategie, da sie die niedrigsten Kostenquoten bietet. Mit dem Standard-ETF-Depot ohne Förderung zahlst du schnell 30-50 Basispunkte mehr pro Jahr – über 30 Jahre macht das ordentlich aus. Die Förderung gleicht das locker aus und lohnt sich selbst bei kleineren Sparbeiträgen. Schau dir die Produktregeln für Selbständige mal in Ruhe an – da stehen die Details.
Gutes Timing – ich bin selbst gerade aus der Familienphase wieder reingekommen und beschäftige mich intensive mit den Förderbedingungen. Als Selbständiger ist der Weg tatsächlich: Du zahlst monatlich ein, machst die Steuererklärung, und die beitragsproportionale Förderung wird dir später gewährt. Für dein Einkommen sollte das in vollem Umfang funktionieren. Ich würde die ETF-Rente empfehlen – transparent, günstig, und du siehst genau, wo dein Geld arbeitet. Die Förderquote ist dauerhaft besser planbar als bei Garantieprodukten.
Moment – da würde ich differenzieren. Ja, Selbständige bekommen theoretisch die gleiche Förderung, aber praktisch musst du das selbst managen. Was mich skeptisch macht: Die beitragsproportionale Förderung ist nicht so üppig wie oft dargestellt, wenn man ehrlich die Renditechancen mit einem Standard-Portfolio vergleicht. Die Kostenersparnis rechtfertigt nicht immer die Inflexibilität und Abhängigkeit von der Renditebescheinigung. Hast du die Effektivkosten der konkreten Anbieter schon verglichen? Da gibt's teils massive Unterschiede, die die Förderung wieder aufzehren können.
Marco, das ist tatsächlich eine Frage, die sich für systematische Analyse eignet. Lass mich das schnell durchdenken: Bei deinem Einkommen (55k) solltest du maximal 10% (~5.500€/Jahr) einzahlen können, um in die volle Förderung zu kommen. Das ist bei der ETF-Rente-Variante des Depots durchaus konkurrenzfähig zu einem Standard-Depot.
Der Effektivkostenunterschied liegt bei ca. 25-35 BP durchschnittlich pro Jahr – das ist erheblich. Mach einen direkten Vergleich zwischen 2-3 Anbieter-Konstellationen. Wichtig: Vergleiche immer das identische Leistungsversprechen (ETF-Rente beim geförderten Depot vs. ähnliche Strategie beim Standard-Depot).