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Nachgelagerte Besteuerung: Was bedeutet das konkret für meine ETF-Rente?

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Stefan87
Beiträge: 40
Themenstarter
(@stefan87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#87]

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit zwei Jahren aktiv mit meinem Standarddepot beim Geförderten Altersvorsorgedepot 2027 unterwegs und habe mich bislang hauptsächlich auf die Kostenoptimierung und ETF-Auswahl konzentriert. Aber je länger ich das Ding laufen lasse, desto mehr fragen mich Freunde: "Ja, aber wie läuft das dann in der Rente ab – nachgelagerte Besteuerung, richtig?"

Ich muss gestehen, dass ich das noch nicht wirklich durchdrungen habe. Was bedeutet das konkret? Wenn ich 25 Jahre lang Beiträge und Zulagen bekomme und das Geld renditemäßig wächst – muss ich dann auf alle Erträge später Steuern zahlen? Oder nur auf die Zulagen? Wie wirkt sich das auf meine echte Effektivrendite aus?

Mich interessiert besonders: Gibt es da noch Freibeträge oder Steuervergünstigungen im Alter, die das entschärfen? Und wie plant man das konkret bei der ETF-Auswahl ein – sollte man eher auf Ausschüttermeldungen oder Thesaurierung achten?

Freue mich auf erfahrungsbasierte Antworten!

Stefan87


3 Antworten
Marcus K.
Beiträge: 42
(@depotprofi34)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Stefan, gute Frage. Aus meinem Vergleich der beiden Systeme (habe das alles in meinem Artikel zur Immobilie vs. Depot durchgespielt) kann ich dir sagen: Bei nachgelagerter Besteuerung zahlst du später auf Beiträge + Erträge Einkommensteuer. Aber: Im Alter ist deine Quote meist niedriger, und es gibt Freibeträge. Die Zulagen sind allerdings komplett steuerpflichtig – das ist der Clou der Reform. Langfristig rechnet sich das trotzdem, wenn die Rendite stimmt.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 30
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Stefan, das ist genau die Frage, die ich mir auch gestellt habe. Ich hab mir eine Tabellenkalkulation gebastelt, um das zu visualisieren:

Bei nachgelagerter Besteuerung zahlst du later auf deine komplette Rente (Beiträge + Erträge + Zulagen) deinen persönlichen Steuersatz. Der Clou: Der ist im Alter durch weniger Einkommen oft 20-25% statt 42%. Der Rentenfreibetrag (aktuell ca. 42% für 2027er-Rentner) reduziert das weitere.

Effekt auf echte Rendite: Wenn du mit 4% Netto-Rendite rechnest (nach Kosten), musst du davon später vielleicht 0,8-1,0% Steuern abziehen – aber nur auf die Erträge. Beiträge selbst sparen dir heute schon Steuern.

Bei ETF-Auswahl würde ich thesaurierende nehmen – dann laufen die Gewinne ungestört auf und du hast im Depot selber keine Kapitalertragssteuer wie in einem privaten Depot. Das ist ein großer Vorteil des AVD.


Antwort
TechMike_92
Beiträge: 42
(@techmike_92)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Kurz gesagt: Du zahlst später Steuern auf alles, was rauskommt – aber dein Steuersatz ist dann wahrscheinlich niedriger. Die Zulage ist gratis, der Steuerspareffekt auch. Im Alter hast du weniger Einkommen, also weniger Steuern prozentual.


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