Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot und habe eine grundsätzliche Frage, die mir in den ganzen Informationen noch nicht ganz klar beantwortet wurde: Gibt es einen Mindesteigenbeitrag, den ich monatlich oder jährlich selbst einzahlen muss, um überhaupt die staatliche Förderung zu bekommen?
Mich interessiert konkret: Wenn ich zum Beispiel nur 50 Euro im Monat sparen kann – reicht das aus? Oder muss ich eine bestimmte Grundsumme erreichen, damit die Förderung "aktiviert" wird? Und wie sieht das mit den Effektivkosten aus – wenn ich wenig selbst einzahle, wird die Förderung durch Gebühren und versteckte Kosten aufgezehrt?
Ich bin skeptisch, was die wirkliche Netto-Rendite angeht, wenn ich ein Garantieprodukt nach AltZertG nehme. Da werde ich ja vermutlich etwas an Sicherheit gewinnen, aber auch Rendite verlieren. Gibt es da Studien oder konkrete Berechnungen, wie sich das bei kleinen Beiträgen auswirkt?
Danke für aufklärende Antworten!
Markus, gute Frage – hier muss man wirklich differenzieren zwischen den gesetzlichen Anforderungen und der praktischen Wirtschaftlichkeit.
Nach AltZertG gibt es meines Wissens keinen starren Mindesteigenbeitrag, der vorgeschrieben ist. Die Zertifizierung richtet sich auf das Produktdesign, nicht auf Mindesteinzahlungen. Die Förderung selbst (Grundzulage, Berufseinsteigerbonus) ist unabhängig davon, wie viel du einzahlst.
ABER: Bei sehr kleinen Sparbeträgen kann die Gebührenquote tatsächlich problematisch werden. Ein Anbieter, der 0,5% Verwaltungsgebühr berechnet, frisst bei 50€/Monat ordentlich was auf. Deswegen ist die Wahl des Anbieters entscheidend – kostenlose oder sehr günstige ETF-Sparpläne sind hier das Mittel der Wahl.
Bei Garantieprodukten im AltZertG-Rahmen: Die Garantie kostet tatsächlich Rendite. Das ist mathematisch zwingend. Für kleine Sparer lohnt sich das oft nicht – würde ich dir eher zur flexiblen Variante raten.