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[Gelöst] Selbständige + Altersvorsorgedepot 2027: Entnahmepläne vs. Rentenlösung?

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Markus91
Beiträge: 60
Themenstarter
(@markus91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#47]

Moin zusammen,

ich bin Markus, 33, freiberuflich tätig und beschäftige mich gerade intensiv damit, wie ich das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 optimal für meine Situation nutze. Als Selbständiger hab ich ja die volle Flexibilität bei Einzahlungen – aber genau da fange ich an zu grübeln.

Meine Frage ist weniger "Soll ich reingehen?", sondern eher: Wie plane ich die Auszahlungsphase technisch sinnvoll? Ich interessiere mich speziell für den Unterschied zwischen einem klassischen Entnahmeplan (selbst aus dem ETF-Portfolio entnehmen) versus einer echten Rentenlösung (Umwandlung in Leibrente).

Hat jemand bereits konkrete Szenarien durchgerechnet? Was sind die versteckten Effektivkosten bei der Rentenlösung? Und wie flexibel bleibt man wirklich mit einem Entnahmeplan – kann ich da später noch justieren, wenn sich meine Lebensumstände ändern?

Besonders interessiert mich auch: Gibt es Tools, mit denen ich das simulieren kann, bevor 2027 startet? Oder muss ich da noch warten?

Freue mich auf Input!


3 Antworten
Thomas B.
Beiträge: 5
(@t-bergmann36)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Markus, die Frage ist super wichtig. Ich hab mir auch bereits diverse Szenarien angeschaut – mit unterschiedlichen ETF-Zusammensetzungen und verschiedenen Entnahmequoten.

Was mich beim Entnahmeplan reizt: du behältst die volle Kontrolle über dein Portfolio, kannst taktisch reagieren, musst nicht auf feste Rentenberechnung warten. Aber das ist auch die Kehrseite – du trägst allein das Verlustrisiko in schwachen Börsentasen.

Bei der Rentenlösung schläfst du ruhiger, aber eben zu Kosten.

Mein Tipp: Kombinieren. Ein Teil als Rentenlösung (Sicherheit), ein Teil als Entnahmeplan (Flexibilität). Das ist für dich als Selbständiger wahrscheinlich am smartesten.


Antwort
Klaus-Hartmann
Beiträge: 30
(@klaus-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, Markus. Das Selbständigen-Thema wird oft zu kurz diskutiert. Kurz vorweg: Ja, du bist definitiv Zielgruppe – die neuen Regeln gelten auch für dich, solange du eine Betriebsstätte im Inland hast.

Zur Auszahlungsplanung: Das ist tatsächlich der entscheidende Punkt. Ein Entnahmeplan bleibt technisch flexibler als eine sofort beginnende Leibrente – du bekommst dein Kapital später noch in die Hand und kannst reagieren. Aber Vorsicht: Die nachgelagerte Besteuerung trifft dich bei Entnahmen genauso wie bei der Rente. Der große Unterschied liegt in der Sicherheit: Eine Leibrente garantiert dir monatliche Zahlungen bis zum Lebensende, unabhängig von Marktent­wicklungen.

Bei deinen durchgerechneten Szenarien würde ich die drei Kostenebenen abbilden: ETF-Gebühren im Depot, eventuell Verwaltungskosten des Anbieters, plus bei Rentisierung die Zuschläge der Versicherer. Alle drei addieren sich auf.

Tools gibt es noch nicht konkret für 2027 – da müssen wir noch warten. Aber rechne jetzt schon mit Excel-Szenarien.


Antwort
WolfgangK
Beiträge: 40
(@wolfgangk)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Konstellation, Markus. Als Selbständiger mit variablem Einkommen würd ich ehrlich gesagt zum Entnahmeplan tendieren, ja. Rentenlösung fest zu machen, wenn dein Umsatz schwankt, das passt nicht zusammen.


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