Guten Tag zusammen,
ich bin seit 15 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und beschäftige mich intensiv mit der neuen Förderstruktur ab 2027. Bei meinen Gesprächen mit Kunden stellt sich immer wieder eine grundsätzliche Frage, die ich gerne hier diskutieren möchte:
Bei der klassischen Riester-Rente war die Kapitalgarantie ein zentrales Merkmal – die eingezahlten Beiträge waren geschützt, egal wie die Märkte liefen. Das Altersvorsorgedepot setzt hingegen stärker auf Marktrenditen durch ETFs.
Meine Frage: Wie kombiniere ich das neue AVD sinnvoll mit klassischen Versicherungsprodukten, um ein integriertes Risikomanagement zu schaffen? Gibt es eine Synergiewirkung zwischen beiden, oder sind das eher konkurrierende Ansätze?
Vielleicht hat jemand bereits durchdacht, wie man Garantieelemente UND Marktchancen kombiniert, ohne dabei in die klassische Riester-Falle zu tappen. Über konkrete Szenarien freue ich mich.
Hallo Markus,
interessanter Punkt. Ich habe mir dazu mal die Kostenstrukturen und Renditeerwartungen verschiedener Szenarien angesehen. Konkret: Wenn du Riester mit klassischer Garantie + Verwaltungskosten ~1,5–2% p.a. nimmst vs. AVD mit ETF-Kosten 0,15–0,4%, ist die Frage nicht nur Sicherheit, sondern langfristig echte Kaufkraft.
Mein Ansatz wäre: AVD als Kern mit globalen, breit gestreuten ETFs (Kostenrendite optimal), und falls echte Garantiebedürftigkeit besteht, gezielt einzelne Versicherungselemente (nicht ganze Riester) für kritische Phasen. Nicht mischen im selben Topf – sondern funktional trennen. Dazu hatte ich mal was zu BA vs. AVD geschrieben, ähnliches Denken.
Deine 15 Jahre Branchenerfahrung helfen dir sicher mehr als vielen, die Hybrid-Lösung zu durchschauen.