Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine gesamte Altersvorsorge-Situation für 2027 durchzuarbeiten und habe lange Riester genutzt. Jetzt versuche ich zu verstehen, wo genau die Unterschiede im Fördermodell liegen – nicht nur oberflächlich, sondern wirklich strukturell.
Bei Riester gab es ja diese komplizierte Staffelung mit Grund- und Kinderzuschlag, und ich musste selbst 4% meines Vorjahreseinkommens einzahlen, um die volle Förderung zu kriegen. Das neue Altersvorsorgedepot 2027 soll ja anders funktionieren – aber inwiefern? Ist die Grundzulage wirklich vereinfacht? Muss ich wieder selbst einen bestimmten Mindestbeitrag leisten, oder läuft das komplett anders?
Und was ist mit der Steuerbehandlung – bei Riester war ja die Rente voll steuerpflichtig, beim neuen Depot soll das anders sein? Kann mir das jemand so erklären, dass ich wirklich sehe, wo ich finanziell besser oder schlechter dastehe?
Danke für fundierte Antworten!
Werner78 hier: Ehrlich gesagt ist mir das mit den Änderungen zu viel "Flexibilität" und zu wenig Garantie. Bei Riester wusste ich wenigstens, dass mein Geld bis zur Auszahlung geschützt war. Jetzt soll ich selber ETFs raussuchen und hoffen, dass es passt? Die Grundzulage ist eine Sache, aber wenn die Märkte crashen, bin ich im Depot selbst verantwortlich. Das war bei Riester klarer strukturiert.
Das ist technisch eine gute Ausgangsfrage. Kurzversion: Riester brauchte 4% Eigenbeitrag für volle Förderung, beim AVD 2027 ist es modular – Grundzulage kommt schon ab 100€/Jahr, statt bis 2.100€ wird es bis zu 8.640€ pro Jahr förderbar (bei höherem Einkommen). Steuerlich: Bei Riester Rente voll steuerpflichtig, beim neuen Depot ist nur der Erteil steuerpflichtig, nicht die Einzahlungen – das spart dir am Ende real Steuern. Hab dazu gerade eine Kalkulation für Immobilien-ETFs und steuerliche Optimierungen durchgearbeitet.