Hallo zusammen,
ich bin seit gut einem Jahr freiberuflicher Unternehmensberater und mache mir jetzt erste Gedanken zur Altersvorsorge ab 2027. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war alles klar geregelt, jetzt muss ich mich selbst kümmern.
Meine Fragen sind konkret: Wie funktioniert die Förderung beim neuen Altersvorsorgedepot für Selbstständige wirklich? Ich habe gelesen, dass der Sonderausgabenabzug anders läuft als bei Angestellten – aber was heißt das konkret für meine Steuererklärung? Mein Einkommen schwankt ziemlich (manche Monate 3.000€, manche 6.000€), kann ich trotzdem sinnvoll einzahlen oder ist das zu kompliziert?
Und noch wichtiger: Welche Risiken sollte ich bei der Depotauswahl als Selbstständiger beachten? Ich will keine blinden Annahmen treffen, sondern das wirklich durchdenken – Gebühren, Renditeerwartungen, auch was passiert, wenn mein Einkommen mal wegfällt.
Wer von euch hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder rechnet gerade mit den gleichen Fragen?
Danke schon mal!
Hey Rainer, ich bin auch gerade in dieser Situation – seit 2 Jahren selbstständig und merke genau, was du beschreibst. Das ist wirklich eine andere Welt als Angestellter.
Meine ehrliche Erkenntnis: Die Förderung beim AVD 2027 ist deutlich flexibler als bei der Riester-Vorsorge, die ich vorher hatte. Das hilft bei schwankendem Einkommen tatsächlich. Aber lass dich von der Förderung nicht zu viel zahlen – einige Gebührenmodelle fressen die Ersparnis schnell wieder auf.
Ich rate dir: Sammle jetzt schon deine Steuerdokumente, mach dir klare Zahlen für die letzten 2–3 Jahre zurecht. Dann kannst du beim Antrag im Januar 2027 direkt realistisch planen, ohne viel zu raten.
Und bei den Gebühren: Die Differenz zwischen einem guten und einem teuren Anbieter kann über 30 Jahre 50.000€+ ausmachen. Das ist keine Kleinigkeit.
Welche Gesamtsumme denkst du realistisch einzahlen zu können?
Kurz gesagt: Mit schwankendem Einkommen brauchst du vor allem ein Gebührenmodell, das dich bei kleineren Beiträgen nicht zu viel kostet. Mein Tip – vielleicht schaust du dir erst mal konkret zwei–drei Anbieter an, bevor du zu viel planst.
Hallo Rainer,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Als Projektmanager beschäftige ich mich ebenfalls intensiv damit, wie ich den Sonderausgabenabzug optimal nutzen kann – bei mir ist es zwar noch regelmäßiger, aber das Prinzip ähnelt sich.
Bei schwankendem Einkommen würde ich dir empfehlen, das Depot als längerfristige Strategie zu sehen: Je nach Geschäftslage variierst du deine monatlichen Beiträge. Der Vorteil gegenüber klassischen Versicherungen ist genau diese Flexibilität. Die Förderung wird dann pro Jahr berechnet – achte also auf die Obergrenzen für den Steuerabzug.
Zum Risikomanagement: Schau dir die Gebührenmodelle der Anbieter wirklich genau an, nicht nur die Verwaltungsgebühren, sondern auch die Transaktionskosten und Spreads. Bei schwankendem Einkommen ist kostengünstiges Rebalancing wichtig.
Welche Anbieter hast du dir schon angeschaut?