Hallo zusammen, ich bin seit knapp 5 Jahren als Softwareentwickler bei einem mittelständischen Unternehmen angestellt und mein Arbeitgeber bietet mir ab nächstem Jahr eine betriebliche Altersvorsorge an – klassisches Modell mit Garantiezins und Lebensversicherer im Hintergrund. Gleichzeitig bereite ich mich intensiv auf das neue Altersvorsorgedepot 2027 vor und habe hier mehrere ETF-Strategien durchgerechnet.
Meine Frage ist weniger die klassische "Was ist besser"-Diskussion, sondern eher: Wie bewerte ich beide Produkte unter Kostengesichtspunkten und Renditeerwartung seriös gegeneinander? Bei der bAV zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss von ca. 3%, das ist natürlich attraktiv. Aber ich hab auch gelesen, dass beim AVD 2027 die Förderquote deutlich höher liegen kann – und die Kostendeckel sollen ja auch Transparenz bringen.
Ich möchte nicht spekulativ entscheiden, sondern wirklich die Effektivkosten, die reale Förderquote und die zu erwartende Rendite systematisch vergleichen. Wie würdet ihr da vorgehen? Gibt es da schon konkrete Zahlen für 2027, oder muss ich mit Annahmen rechnen?
Das ist ne gute Überlegung. Ich würde sagen: Schau dir zuerst an, wie das bei deinem Arbeitgeber konkret kalkuliert wird. 3% Zuschuss sind okay, aber die bAV-Konditionen unterscheiden sich massiv zwischen Anbietern. Beim AVD 2027 sind die Kostengrenzen vom Staat vorgegeben, da weiß du genau, woran du bist. Mein Rat: Nutze beide, wenn es zeitlich passt. Die bAV bis zur Höchstgrenze, dann zusätzlich ins AVD 2027, wenn du sparen kannst. So kriegst du beide Förderungen mit.
Das ist eine gute Frage, die ich mir selbst auch schon gestellt habe. Bei der bAV sitzt du mit dem Arbeitgeberzuschuss von 3% schon nicht schlecht – das ist garantiert. Beim AVD 2027 musst du selbst einzahlen, um die Förderung zu bekommen. Hast du dir schon mal den Rechner vom Gesetzgeber angesehen? Dort kannst du ungefähr sehen, wie hoch die Grundzulage und der Berufseinsteigerbonus ausfallen. Wenn du deine Zahlen dort eingibst, bekommst du ein realistisches Bild. Meine Erfahrung: Die bAV ist manchmal zu starr, gerade bei den Garantiezinsen. Das AVD 2027 bietet mehr Flexibilität, wenn du später umschichten willst. Aber rechnen musst du es selbst mit deinen konkreten Zahlen.
Bei uns beide genutzt. Die bAV vom Arbeitgeber rein, aber das AVD 2027 hab ich gleichzeitig mit eröffnet, weil die Förderung einfach lukrativ ist. Die Kinderzulage war für unsere Situation noch ein Plus. Rechenmäßig: Die bAV ist sicher, aber langweilig. Das Depot aktiv mit ETFs – das läuft mir persönlich besser. Wenn du die Zahlen sauberer haben willst, mach ne Exceltabelle mit 30 Jahren Laufzeit und rechne beide Szenarien durch, das ist dann eindeutig.