Hallo zusammen,
als Selbständiger mit drei Kindern bin ich grundsätzlich interessiert am neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 – aber die Versprechungen der Politik zur Kinderzulage machen mich skeptisch. Bei Riester habe ich gelernt, dass zwischen Marketing und Realität oft Welten liegen.
Meine konkreten Fragen:
1. Unter welchen exakten Bedingungen wird die Kinderzulage überhaupt ausgezahlt? Muss ich selbst Beiträge einzahlen, oder funktioniert das auch ohne eigene Sparquote?
2. Wer gilt als "förderberechtigte Person" im Sinne des AltZertG? Zählen alle drei Kinder automatisch, oder gibt es Altersgrenzen, Einkommensgrenzen der Eltern oder andere Hürden?
3. Wie wird die beitragsproportionale Förderung konkret berechnet? Wenn ich unterschiedliche Beträge pro Kind einzahle – wird jede Einzahlung einzeln bewertet?
4. Gibt es eine maximale Jahressumme pro Kind oder Haushalt, die der Staat bezuschusst?
Ich möchte keine bösen Überraschungen 2027 erleben wie damals bei Riester. Wer hat da verlässliche Infos oder erste Erfahrungsberichte?
Danke für eure Hilfe!
Kurz gesagt: Für die genauen Details zur Kinderzulage sind wir alle noch im gleichen Boot wie du – verbindliche Infos kommen frühestens Q4 2026.
Als IT-Projektmanager denke ich da etwas nüchtern: Die beitragsproportionale Förderung ist eigentlich das ganze Konzept des neuen Depots – je mehr prozentual du sparst, desto höher dein Fördersatz. Für Kinder sollte das analog laufen.
Was mir auffällt: Du stellst sehr gute technische Fragen, aber die exakten Grenzwerte und Deckelungen sind wahrscheinlich erst im Dezember 2026 amtlich. Mein Rat: Parallel zur Vorbereitung auch schon mit den ersten Anbietern Kontakt aufnehmen – die werden ab Herbst 2026 Hotlines haben.
Ich verstehe deine Vorsicht absolut. Was ich aus Geringverdiener-Perspektive sagen kann: Bei mir und meiner Frau ist wichtig, dass die Förderung auch bei niedrigen Beiträgen proportional läuft. Wenn deine Frau selbst fördereberechtigt ist (angestellt z.B.), könnte sie auch parallel ein Depot für die Kinder eröffnen – das scheint bei Altersvorsorge oft sinnvoll zu sein.
Zur genauen Berechnung der Kinderzulage: Das sollte spätestens im Herbst 2026 in den Musterverträgen der Banken dokumentiert sein. Bis dahin ist Vorsicht vor pauschalen Versprechen das Richtige.
Das ist eine wichtige Frage für alle mit Familie. Nach meinen bisherigen Recherchen: Der Staat zahlt Kinderzulage nur auf tatsächliche Einzahlungen – es geht also nicht um Kindergeld oder so, sondern um zusätzliche Förderung bei eigenem Sparbeitrag.
Förderberechtigte sind grundsätzlich Kinder bis Ende des Jahres, in dem sie 25 werden, wenn mindestens ein Elternteil selbst fördereberechtigt ist. Das sollte aber auch in der Übergangsphase 2026 noch konkretisiert werden.
Mein Tipp: Nicht zu lange warten – Anfang 2026 sollten die Musterdepots der Anbieter online gehen und erste konkrete Beispiele zeigen.