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Selbständige 2027: Wie wirkt sich die Inflation auf meine Renditeprognosen aus?

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M.Steinbach
Beiträge: 35
Themenstarter
(@m-steinbach)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#336]

Mich beschäftigt eine Frage, die ich in den bisherigen Diskussionen noch nicht wirklich beantwortet sehe: Wie werden die Renditerechner und Vorsorgeprognosen für das neue Altersvorsorgedepot 2027 eigentlich mit Inflation kalibriert?

Ich entwickle beruflich Software und analysiere gerade verschiedene Depot-Apps, die ab Januar 2027 verfügbar sein werden. Was mich irritiert: Die meisten Anbieter werben mit historischen Durchschnittsrenditen von 7-8% für breit gestreute ETF-Portfolios. Aber das sind Nominalrenditen. Wenn wir die nächsten 30-40 Jahre mit 2-3% Inflation rechnen – was in der aktuellen Geldpolitik nicht unrealistisch ist – sinkt die echte Kaufkraftrendite auf 4-5%. Das ist ein erheblicher Unterschied für meine langfristige Planung.

Besonders für Selbständige, die keine Betriebsrente haben, ist das relevant: Sollen wir konservativ mit real 3-4% rechnen oder eher optimistisch bei 5-6%? Und wie gehen die verschiedenen Anbieter damit um – gibt es da standardisierte Szenarien?

Hat da jemand konkrete Erfahrung mit den ersten Rechner-Tools der Banken gemacht?


4 Antworten
FelixT_89
Beiträge: 59
(@felixt_89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Absolut nachvollziehbar. Ich hab mich als IT-Freelancer in meinen früheren Posts mit der Förderberechtigung beschäftigt – und jetzt interessiert mich genau das: Wie stellen die Anbieter ihre Standardportfolios dar? Meine These: Sie werden mehrere Szenarien anbieten müssen – konservativ (Inflation 2,5%), mittel (3,5%) und optimistisch (5%+). Ich plane, das bei meiner Anbieterauswahl als Kriterium zu nutzen. Transparente Szenario-Rechner sind für systematische Portfolio-Optimierung essentiell.


Antwort
Tino R.
Beiträge: 4
(@t-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, aber ehrlich: Das überfordert mich noch ein bisschen. Ich bin gerade erst dabei zu verstehen, wie die Grundzulage funktioniert und wo ich überhaupt anfangen soll zu sparen. Bei mir geht's erst mal um kleine regelmäßige Beträge, nicht um komplexe Renditemodelle. Hilft mir jemand erst mal bei den Basics?


Antwort
H.Weber
Beiträge: 59
(@h-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Das ist eine wichtige Überlegung, M.Steinbach. Meine Erfahrung zeigt: Gerade als Selbständiger solltest du konservativ kalkulieren. Ich hab mich vorher in meinem Thread zu Versicherungspflichten damit befasst – Selbständige haben oft weniger Puffer als Arbeitnehmer. Für die Rentenlücke-Rechnung würde ich mit real 3-4% rechnen und eher sparen, als dass ich optimistisch bin. Die Inflation frisst schnell auf, was die Märkte verdienen.


Antwort
Werner-Kohl
Beiträge: 62
(@werner-kohl)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Spannend für 2027, aber als Rentner seit drei Jahren kann ich dir sagen: Im Auszahlungsalter zählt nicht die nominale Rendite, sondern die echte Kaufkraft. Wenn dein Depot bis 2060 laufen soll und du mit 4% real rechnen kannst – das ist für Entnahmepläne völlig ausreichend. Die Inflation ist beim Sparen relevant, beim Entnehmen aber genauso wichtig fürs Rebalancing.


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