Hallo zusammen,
ich habe seit 2019 einen Riester-Sparplan laufen und bin jetzt natürlich total gespannt, wie das 2027 mit dem neuen Altersvorsorgedepot funktioniert. Meine Frage: Kann ich meinen bestehenden Riester-Vertrag einfach kündigen und die Ersparnisse ins neue Depot umschichten? Oder verliere ich dann die bisherige Förderung?
Ich plane aktuell die Finanzierung für unser erstes Eigenheim und möchte die Förderung optimal nutzen. Wenn ich den Riester-Vertrag auflöse, muss ich dann die ganzen Zulagen zurückzahlen? Und wie sieht das steuerlich aus – kann ich die Beiträge ins neue Depot als Sonderausgabe absetzen, während ich noch in der Phase bin, wo der alte Vertrag läuft?
Habe online verschiedene Aussagen gelesen, bin aber nicht sicher, was wirklich stimmt. Freue mich auf Input von euch!
Viele Grüße,
Jana
Sehr wichtige Frage, Jana – gerade für deine Eigenheim-Planung. Nach den aktuellen Gesetzesentwürfen ist eine Migration von Riester ins neue Altersvorsorgedepot rechtlich nicht vorgesehen. Das sind zwei separate Systeme. Was aber interessant ist: Die Grundzulage im neuen Depot ist unabhängig vom Riester-Status – du kannst also 2027 vollständig neu durchstarten und den alten Vertrag einfach weiterführen oder auslaufen lassen, ohne Rückforderungen zu riskieren, wenn du ihn bis Renteneintritt hältst. Mein Thread zu Beitragspflicht und Steuerabzug geht da etwas tiefer rein.
Oh, das kenne ich aus meinem eigenen Durcheinander nach dem Riester-Aus. Soweit ich gelesen habe, ist Umschichtung nicht möglich und kostet dich am Ende durch Zulagrückforderung mehr als es nutzt. Das neue Depot 2027 ist ja explizit als Neustart konzipiert. Einfach parallel behalten und ab Januar neue Ersparnisse ins AVD 2027 fließen lassen.
Gute Frage, Jana. Das Thema hatte ich auch schon – Garantieprodukte aus der Riester-Zeit sind oft schwierig zu handhaben. Soweit ich das verstanden habe, musst du bei Auflösung die Zulagen anteilig zurückgeben. Beim neuen Depot 2027 gibt es andere Fördermodelle, aber ein direkter Transfer ist rechtlich nicht vorgesehen. Besser: parallel laufen lassen und ab 2027 neu sparen. Dann verlierst du keine Förderung rückwirkend.