Ich schaue mir das Thema seit ein paar Monaten genauer an und hab mir auch schon Infomaterial von drei verschiedenen Anbietern angefordert – darunter zwei die ich eher als klassische Direktbanken einordnen würde und einen Neobroker.
Mein sachlicher Befund: Die Unterschiede in der Qualität der Unterlagen sind enorm. Einer der klassischen Anbieter hat mir ein mehrseitiges Dokument geschickt mit tatsächlichem Bezug aufs Altersvorsorgereformgesetz, inkl. Angaben zu den geplanten Konditionen und Förderbedingungen. Das war inhaltlich okay, auch wenn man sieht, dass manche Details noch offen sind. Der Neobroker hingegen hat mir hauptsächlich Marketing geschickt.
Was ich außerdem bemerkt habe: Bei direkten Rückfragen per Mail dauert es bei manchen Anbietern sehr lange. Das ist für mich ein erstes Qualitätsmerkmal – wer jetzt schon nicht vernünftig antwortet, dem trau ich nicht zu, im laufenden Betrieb zuverlässig zu sein. Ich hab dazu auch schon im Thread zu Depoteröffnungsfehlern was geschrieben: Welche Grundfehler machen Neulinge bei der ersten Depot-Eröffnung?
Kurzum: Qualität variiert stark, ich würde nicht auf den ersten Anbieter setzen der laut ist.
Frank hat da nen Punkt, aber ich seh das nicht so schwarz. Klar, echte Erfahrungen gibts noch nicht – aber man kann jetzt schon einiges herausfinden: Wie reagiert der Support? Gibt's ordentliche Infoseiten? Sind die Kostenangaben transparent oder versteckt?
Ich schau mir das immer aus Kapitalmarkt-Perspektive an: Welche ETFs sollen angeboten werden, wie ist die Auswahl, was kosten Order und Depot? Das sagt schon viel über die Ernsthaftigkeit eines Anbieters aus, auch bevor ein Produkt live ist. Bei manchen sieht man einfach, dass die sich inhaltlich vorbereitet haben – und das ist gut zu wissen bevor der Andrang im Januar 2027 losgeht.