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Hausbank oder Neobroker fürs Altersvorsorgedepot – wie entscheiden?

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Moritz H.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@moritzhagedorn)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#198]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade damit, wie ich mich am besten auf den Start des Altersvorsorgedepots vorbereiten kann. Eröffnen kann man es ja erst ab 2027, aber ich möchte die Zeit bis dahin nutzen um schon mal zu wissen, wo ich es dann abschließen will.

Meine konkrete Frage: Macht es mehr Sinn, das Depot bei einem Onlineanbieter bzw. Neobroker zu eröffnen, oder lieber bei der eigenen Hausbank? Ich bin da etwas hin- und hergerissen.

Für die Hausbank spricht für mich, dass ich dort schon mein Girokonto habe und man im Zweifel persönlich vorbeigehen kann wenn was nicht klappt. Andererseits hab ich das Gefühl, dass die Konditionen dort oft schlechter sind – zumindest ist das bei normalen Depots meine bisherige Erfahrung.

Bei Online-Anbietern locken oft günstigere Kosten, aber dann lese ich wieder Berichte über mäßigen Kundenservice oder Probleme bei der Abwicklung. Und für eine Altersvorsorge die ich Jahrzehnte halte will ich eigentlich nicht bei einem Anbieter sitzen der irgendwann übernommen wird oder dicht macht.

Gibt es da eigentlich schon klare Signale welche Anbieter das neue Depot überhaupt anbieten werden? Oder ist das noch offen?

Freue mich über Erfahrungen und Einschätzungen – auch wenn der Start noch ein gutes halbes Jahr hin ist, möchte ich das Thema nicht auf die lange Bank schieben (passender Spruch, oder 😄).


2 Antworten
Markus K.
Beiträge: 27
(@markus_k_1974)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich seh das teilweise anders als Markus89 oben. Der Kostenpunkt ist wichtig, keine Frage – aber ich glaube die Servicefrage wird beim Altersvorsorgedepot unterschätzt. Das ist kein normales ETF-Depot wo du einmal im Jahr reinschaust. Da hängen staatliche Zulagen, Steuerbescheinigungen und irgendwann Auszahlungsmodalitäten dran. Wenn da was schief läuft willst du jemanden erreichen der kompetent antwortet und nicht nur einen Chatbot.

Ich hab mich auch schon mit digitalen Tools zur Vorbereitung beschäftigt, da war das Thema Anbietervergleich auch ein Punkt: Welche digitalen Tools helfen bei der Vorbereitung aufs Altersvorsorgedepot 2027?

Mein Rat wäre: Schau nicht nur auf Kosten, sondern auch auf Erfahrungsberichte zum Support. Manche Direktbanken liegen da ganz gut – die sind günstiger als Filialbanken aber haben trotzdem vernünftigen telefonischen Service. Das könnte für dich der Mittelweg sein.

Zur Frage welche Anbieter 2027 dabei sind – das steht wirklich noch aus. Ich würde im Herbst nochmal aktiv suchen.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 20
(@markus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz gesagt: Ich würde fast immer zum Onlineanbieter tendieren, wenn Kosten ein Kriterium sind. Gerade bei einer langen Laufzeit macht jedes Zehntel Prozent an Gebühren am Ende einen spürbaren Unterschied – das hab ich mir mal für einen Thread zu Vorsorgerechnern durchgerechnet, Welche Kostenarten fehlen bei Standard-Vorsorgerechnern komplett? – da siehst du wie schnell sich versteckte Kosten summieren.

Die Angst vor Pleite oder Übernahme beim Neobroker versteh ich, aber Wertpapiere sind Sondervermögen, das ist regulatorisch getrennt vom Vermögen des Brokers. Das gilt für Online-Anbieter genauso wie für Hausbanken.

Welche Anbieter 2027 konkret das geförderte Depot anbieten werden, ist soweit ich weiß noch nicht abschließend geklärt. Es gibt erste Ankündigungen, aber nichts Verbindliches. Das würde ich gegen Jahresende nochmal checken, dann dürfte mehr bekannt sein.


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