Inflationserwartung...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Inflationserwartungen 2026: Worauf soll ich mich konkret einstellen?

2 Beiträge
2 Benutzer
0 Reactions
13 Ansichten
Markus B.
Beiträge: 28
Themenstarter
(@kinderzulagepro7)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#60]

Hallo zusammen,

ich sitze hier im Sommer und versuche, meine Planung für das Altersvorsorgedepot 2027 so konkret wie möglich voranzutreiben. Ich habe zwei Kinder, bekomme also voraussichtlich die Kinderzulage – das ist ja einer der Hauptgründe, warum ich das neue Depot unbedingt nutzen will.

Mein Problem gerade: Ich lese überall unterschiedliche Prognosen zur Inflation für 2026 und die kommenden Jahre. Manche sagen, wir bewegen uns dauerhaft bei 2-2,5%, andere warnen vor einer neuen Inflationswelle wegen Energiepreisen oder geopolitischer Unsicherheiten. Wieder andere meinen, durch die EZB-Zinspolitik könnte es sogar unter 2% fallen.

Für mich als Mutter mit zwei Kindern, die langfristig für das Alter vorsorgen will, frage ich mich: Welches Szenario sollte ich eigentlich meiner Planung zugrunde legen? Ein pessimistisches, ein mittleres, oder reicht es, einfach mit dem EZB-Ziel von 2% zu rechnen?

Ich will das nicht überkomplizieren, aber ich merke, dass je nach Annahme mein Sparbedarf erheblich schwankt. Und wenn ich ohnehin ab Januar 2027 einsteige, möchte ich das auf einer realistischen Grundlage tun.

Hat jemand Erfahrung damit, wie man solche Szenarien sinnvoll für die eigene Depot-Planung heranzieht? Oder macht ihr das gar nicht explizit und plant einfach mit einem Fixwert?

Danke schon mal!


1 Antwort
Stefan W.
Beiträge: 31
(@s-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, hab mich damit auch schon länger beschäftigt – unter anderem im Zusammenhang mit der Frage, ob man überhaupt auf 2027 warten sollte oder lieber früher handelt (hatte dazu was im Thread zu Neuwahlen verschieben Altersvorsorgedepot Start - Backup-Strategie bis 2028? geschrieben).

Zum Thema Szenarien: Ich würde ehrlich gesagt davon abraten, sich auf eine einzige Inflationsannahme zu versteifen. Was in der Praxis eher Sinn macht, ist mit zwei Szenarien zu rechnen – einem moderaten (ca. 2%) und einem erhöhten (ca. 3,5%). Nicht weil man es weiß, sondern um zu sehen, wie groß der Unterschied für den eigenen Sparbedarf tatsächlich ist.

Meiner Erfahrung nach ist der Unterschied bei langen Anlagehorizonten von 20-30 Jahren erheblich – der reale Kaufkraftverlust bei 3,5% gegenüber 2% ist nicht linear, sondern zieht sich mit der Zeit spürbar auseinander. Das allein spricht dafür, im Depot auf einen möglichst hohen Aktienanteil zu setzen, weil Nominalgarantien bei höherer Inflation real wenig wert sind.

Das EZB-Ziel von 2% als einzige Planungsgrundlage würde ich persönlich zu optimistisch finden – die letzten Jahre haben gezeigt, dass solche Ziele auch über längere Zeit verfehlt werden können. Aber panik machen muss man sich deswegen auch nicht.


Antwort
Teilen: