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Klassische Versicherungsprodukte im Altersvorsorgedepot 2027 – lohnt sich das noch bei aktuellen Zinsen?

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Sarah K.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@sarahkoch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#68]

Hallo zusammen,

ich bin seit ein paar Monaten berufstätig und versuche gerade, mich ernsthaft mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 zu beschäftigen. Mich interessiert besonders, ob klassische Versicherungsprodukte – also z.B. klassische Rentenversicherungen mit Garantiezins – überhaupt noch eine sinnvolle Rolle spielen können, wenn man das neue Depot nutzt.

Mein Gedanke: Ich bin jung und habe noch locker 40 Jahre bis zur Rente. Trotzdem fühlt sich ein bisschen Sicherheit durch garantierte Komponenten für mich persönlich wichtig an – das ist vielleicht eher Psychologie als Finanzmathematik, ich weiß. Aber gerade wenn ich sehe, wie die Zinsen sich in den letzten Jahren entwickelt haben und wie Inflation die Kaufkraft frisst, frage ich mich: Sind klassische Versicherungsprodukte mit niedrigem Garantiezins nicht quasi tot?

Gleichzeitig habe ich gelesen, dass im Rahmen des neuen Altersvorsorgedepots auch Versicherungsprodukte zertifiziert werden können – also es gibt scheinbar weiterhin Nachfrage dafür. Wie bewertet ihr das? Hat jemand schon konkret verglichen, ob und wie klassische Versicherungsprodukte unter den neuen Produktregeln 2027 abschneiden im Vergleich zu reinen ETF-Sparplänen – gerade unter dem Aspekt Inflation?

Für praktische Tipps oder Links zu Rechnern wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße,
Sarah


1 Antwort
Moritz H.
Beiträge: 24
(@moritzhagedorn)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi Sarah K.,

gute Frage! Ich hab mich da auch lange im Kreis gedreht. Mein Take: Klassische Versicherungsprodukte sind nicht "tot", aber im reinen Rendite-Vergleich wirklich schwierig – da hast du recht. Bei den aktuellen Garantiezinsen frisst die Inflation ordentlich auf.

ABER: Für den Berufseinstieg würde ich das strategisch anders sehen. Der Berufseinsteigerbonus ist einfach zu wertvoll zum Verschenken. Wenn ich das richtig verstanden hab, kann man mit Versicherungsprodukten im Depot auch diese Förderung mitnehmen – genauso wie mit ETFs.

Mein Plan ist daher: Ein kleinerer Teil in ner klassischen Komponente für die psychologische Sicherheit und das Bonusgeld optimal nutzen, der Rest in breitgestreute ETFs mit höherem Renditepotential. Best of both worlds sozusagen.

Für konkrete Rechner kenn ich noch keine speziellen Tools für 2027-Szenarien, aber die Anbieter werden da sicher bald was rausbringen.

Lass dich von niedrigen Garantien nicht entmutigen – es geht auch um die Kombination!

Viele Grüße,
Moritz


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