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Diversifikation im kleinen Depot: Wie viele ETFs sind genug?

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LisaK
Beiträge: 40
Themenstarter
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#57]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv damit, wie ich mein zukünftiges Altersvorsorgedepot aufstellen will – auch wenn es ja noch bis Anfang 2027 dauert, bis man überhaupt einzahlen kann. Gut, die Urlaubsplanung läuft auch parallel, aber irgendwann muss ich das endlich durchdenken 😅

Meine Frage: Wie viele ETFs brauche ich eigentlich wirklich, damit mein Depot vernünftig diversifiziert ist – vor allem wenn die monatlichen Beträge nicht riesig sind? Ich plane mit so 100–150 € im Monat. Reicht da ein einziger breit gestreuter ETF (z.B. auf einen globalen Index), oder sollte man trotzdem zwei oder drei verschiedene kombinieren, um wirklich breit aufgestellt zu sein?

Ich frage mich zum Beispiel, ob ein zweiter ETF für Schwellenländer sinnvoll ist, oder ob ich damit nur unnötig Komplexität reinbringe, die ich dann doch nicht richtig im Blick behalte. Und wie ist das mit Rebalancing – wird das ab einer bestimmten ETF-Anzahl nicht super aufwändig für kleine Depots?

Hat jemand von euch eine Faustregel, ab wann ein weiterer ETF wirklich Mehrwert bringt, und wann es eher Spielerei ist? Würde mich über konkrete Erfahrungen oder auch einfach eure Meinung freuen.

Danke schon mal!


2 Antworten
Andreas-Richter
Beiträge: 28
(@andreas-richter)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, die ich so ähnlich im Kontext von Beimischungen schon öfter diskutiert hab – zum Beispiel auch in diesem Thread zu Sektor-ETFs, wo es um einen ähnlichen Abwägungsprozess ging.

Meine Einschätzung: Bei 100–150 € monatlich würde ich mit maximal zwei ETFs arbeiten. Ein global investierender ETF deckt alleine schon mehrere tausend Unternehmen ab – da ist die Diversifikation rein mathematisch schon sehr hoch. Ein zweiter ETF für Schwellenländer kann sinnvoll sein, wenn man bewusst mehr Gewicht auf diese Region legen will (im MSCI World sind sie gar nicht enthalten, das vergessen viele). Aber dann muss man auch wirklich dranbleiben und zumindest einmal im Jahr prüfen, ob die Gewichtung noch passt.

Rebalancing bei zwei ETFs ist ehrlich gesagt kein großer Aufwand – das ist einmal im Jahr 15 Minuten Arbeit. Bei drei oder mehr ETFs wird es schon fummelig, besonders wenn die Sparraten klein sind und man nicht sinnvoll aufteilen kann ohne Kleinstbeträge.

Faustregel, die ich ganz pragmatisch anwende: So viele ETFs wie nötig, um die gewünschte regionale oder thematische Abdeckung zu erreichen – aber keinen einzigen mehr. Komplexität im Depot kostet Nerven und erhöht die Gefahr, emotional falsche Entscheidungen zu treffen.


Antwort
Markus91
Beiträge: 60
(@markus91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich seh das ein bisschen anders als Andreas. Ein ETF reicht meiner Meinung nach völlig, solange er wirklich global aufgestellt ist. Zwei ETFs bringen dir bei der Depotgröße kaum messbaren Mehrwert, dafür aber mehr Aufwand beim Rebalancing. Halte es simpel – du wirst es nicht bereuen.


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