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Ein ETF reicht oder brauche ich mehrere fürs Altersvorsorgedepot?

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Markus91
Beiträge: 60
Themenstarter
(@markus91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#51]

Hallo zusammen,

ich plane gerade schon etwas vorausschauend für das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 und bin dabei auf eine Frage gestoßen, die mich ehrlich gesagt ein bisschen verwirrt.

Ich lese überall, dass man "diversifizieren" soll – aber wie viele ETFs sind dabei eigentlich sinnvoll, wenn das Depot am Anfang noch ziemlich klein ist? Ich würde wohl mit 50-80 Euro monatlich einsteigen, mehr geht aktuell leider nicht.

Manchmal höre ich, ein einziger MSCI World oder FTSE All-World reicht völlig aus, weil da schon 1.500 bis 3.000 Unternehmen drin sind. Dann wieder lese ich, man solle unbedingt Emerging Markets extra dazu kaufen, vielleicht noch Small Caps, und so weiter. Irgendwann zahlt man dann bei drei oder vier ETFs und einem Sparplan von 60 Euro einfach nur noch Gebühren.

Wo liegt eigentlich die sinnvolle Grenze? Ab wann fängt man an sich selbst zu schaden, wenn man mit kleinen Beträgen zu viele Positionen aufmacht? Und macht es in meiner Situation Sinn, erstmal nur einen ETF zu besparen und später bei höheren Beiträgen zu erweitern?

Grade wo das Depot 2027 ja noch Monate hin ist, nutze ich den Sommer um mich ordentlich einzulesen – aber bei dem Thema stehe ich ein bisschen auf dem Schlauch. Freue mich über eure Erfahrungen!


2 Antworten
Kritikus_78
Beiträge: 45
(@kritikus_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich hab mich mit der Frage auch intensiv beschäftigt, besonders im Kontext der Faktor-ETFs – da hab ich das schon mal ausführlicher dargelegt.

Kurz gesagt: Bei 50-80 Euro monatlich ist ein einziger breit gestreuter ETF (FTSE All-World oder MSCI ACWI IMI) mehr als ausreichend. Der FTSE All-World deckt bereits Industrieländer und Emerging Markets in einem ab, du hast also faktisch keine echte Lücke, wenn du ihn nimmst.

Das eigentliche Problem bei mehreren ETFs mit kleinen Beträgen ist nicht nur die Gebührenstruktur, sondern auch die Rebalancing-Frage. Wenn du drei ETFs hast und einer läuft viel besser als die anderen, willst du irgendwann angleichen – bei kleinen Beträgen ist das ein logistisches Chaos ohne wirklichen Mehrwert.

Mein pragmatischer Rat: Starte 2027 mit einem einzigen All-World-ETF. Wenn deine Sparrate irgendwann auf 150+ Euro steigt, kannst du überlegen, ob ein Small-Cap-Zusatz Sinn macht. Vorher nicht – da optimierst du Dinge, die bei den Summen schlicht keine messbaren Auswirkungen haben. Die Förderung mitnehmen und den Beitrag regelmäßig leisten ist in der frühen Phase viel wichtiger als die perfekte ETF-Komposition.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 30
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ein ETF reicht. Ende der Diskussion, meistens zumindest. Wer bei kleinen Beträgen anfängt mehrere Positionen aufzumachen, verliert sich in Details die am Ende nix bringen. Ich hab selbst schon geschrieben, dass bei der neuen Förderstruktur Regelmäßigkeit und Beitragshöhe deutlich mehr zählen als ETF-Feintuning. Das gilt hier genauso.


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