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Ab welcher Depot-Größe lohnt sich Individual-ETF-Auswahl?

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ETFsparplan34
Beiträge: 19
Themenstarter
(@etfsparplan34)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#27]

Hi Leute,

ich beschäftige mich schon seit Wochen mit der Vorbereitung aufs Altersvorsorgedepot und bin etwas unschlüssig. Momentan spare ich 150€ monatlich in zwei ETFs (MSCI World + EM). Aber ich merke, dass ich immer mehr Lust bekomme, das Portfolio zu erweitern - Small Caps, Europa, vielleicht auch mal Sektoren.

Jetzt frage ich mich: Ab welcher Depot-Größe macht es überhaupt Sinn, mehr als 2-3 ETFs zu haben? Ich lese immer wieder, dass bei kleineren Beträgen die Gebühren das auffressen, was man durch Diversifikation gewinnt. Aber wo ist denn die Schwelle?

Bin jetzt 34 und habe noch gut 30 Jahre bis zur Rente. Könnte auch auf 200€ monatlich hochgehen, wenn sich das lohnt. Aber ehrlich gesagt will ich nicht in 10 verschiedene ETFs investieren, nur weil es theoretisch möglich ist.

Wie macht ihr das? Startet ihr mit wenigen ETFs und erweitert dann später? Oder bleibt ihr bei der einfachen Lösung?

Freue mich auf eure Erfahrungen!


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4 Antworten
Heinrich67
Beiträge: 16
(@heinrich67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich würde sagen, dass sich mehr ETFs erst ab etwa 400-500€ monatlich oder 20.000€ Depot-Volumen lohnen. Bei deinen 150€ zahlst du ja pro ETF mindestens 1,50€ Gebühren, das sind schon 3€ bei zwei ETFs. Wenn du auf vier oder fünf ETFs gehst, frisst das einen guten Teil deiner Rendite auf.

Ich hab mit ähnlichen Beträgen angefangen und bin bei World + EM geblieben, bis ich über 300€ monatlich war. Dann hab ich Europa und Small Caps dazu genommen. Wie ich hier schon mal geschrieben hab, ist es wichtiger erstmal kontinuierlich zu sparen als perfekt zu optimieren.

Mit 47 und schwankendem Einkommen sehe ich das pragmatisch: Lieber wenige ETFs und dafür regelmäßig sparen, als kompliziert machen und dann unregelmäßig werden.


Antwort
WolfgangK
Beiträge: 10
(@wolfgangk)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Sehe ich anders als Heinrich67. Bei den heutigen Broker-Gebühren von oft nur 1€ oder sogar kostenlosen Sparplänen kann man auch bei kleineren Beträgen diversifizieren. Wichtiger ist meiner Meinung nach die Mindestanlage pro ETF - unter 25€ monatlich pro Position wird's wirklich ineffizient.

Bei deinen 150€ könntest du theoretisch schon in 4-5 ETFs, aber ehrlich gesagt bringt das nicht viel. World + EM ist schon sehr breit diversifiziert. Seit ich meinen Riester gekündigt hab, konzentriere ich mich auch auf max. 3 ETFs bis das Depot größer wird.


Antwort
MarkusH84
Beiträge: 18
(@markush84)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich hab auch bei etwa 200€ monatlich angefangen und bin erstmal bei zwei ETFs geblieben. Dann bei ca. 15.000€ Depotvolumen auf vier ETFs erweitert (World, EM, Europa, Small Caps).

Was bei der Diskussion oft vergessen wird: Die Verwaltung wird auch komplexer. Du musst mehr ETFs überwachen, Rebalancing wird aufwendiger, und bei der Entnahmephase später hast du mehr Positionen zu verwalten. Manchmal ist weniger wirklich mehr.

Mein Tipp: Bis 300€ monatlich bei max. 3 ETFs bleiben.


Antwort
FelixT_89
Beiträge: 28
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Mal ne andere Perspektive: Warum überhaupt mehr ETFs? MSCI World + EM deckt schon 99% der weltweiten Marktkapitalisierung ab. Mehr Diversifikation bringt marginal wenig, macht aber das Portfolio komplexer.

Ich würde eher empfehlen: Bleib bei deiner einfachen Lösung und erhöhe lieber die Sparrate. Die 50€ mehr pro Monat bringen deutlich mehr als die theoretischen Vorteile von Small Caps oder Sektoren-ETFs.


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