Moin zusammen,
bin gerade dabei, meine Strategie fürs Altersvorsorgedepot 2027 zu planen und frage mich, ob Rohstoff-ETFs als Inflationsschutz sinnvoll sind. Bei den aktuellen Diskussionen um Energiepreise und der Hitze diesen Sommer (allein die Stromkosten für die Klimaanlage...) wird mir wieder bewusst, wie sehr uns Rohstoffpreise treffen.
Meine Überlegung: Ein kleiner Anteil Rohstoff-ETFs (Gold, Öl, Agrarrohstoffe) könnte doch theoretisch vor Inflation schützen, oder? Wenn die Preise für Energie und Lebensmittel steigen, profitiert man wenigstens im Depot davon.
Aber ich bin unsicher:
- Sind Rohstoff-ETFs überhaupt im geförderten Depot zugelassen?
- Wie volatil sind die langfristig wirklich?
- Macht das bei einem 30-40 Jahre Anlagehorizont überhaupt Sinn?
- Welcher Anteil wäre angemessen? 5%, 10%?
Hat jemand schon mal durchgerechnet, wie sich Rohstoffe in einem langfristigen Altersvorsorgeportfolio verhalten? Oder überschätze ich den Inflationsschutz komplett?
Danke für eure Einschätzungen!
Kann Sabine91 nur zustimmen - maximal 5% würde ich auch sagen. Hab mich bei der ganzen Depot-Planung auch schon verrückt gemacht mit allen möglichen Asset-Klassen.
Aber ehrlich: Bei 30+ Jahren Anlagehorizont ist der beste Inflationsschutz einfach ein ordentlicher Aktienanteil. Unternehmen können Preise erhöhen, Rohstoffe schwanken wie verrückt.
Wenn du unbedingt willst, dann vielleicht nen kleinen Gold-Anteil als "Krisenversicherung", aber nicht als Kern-Strategie gegen Inflation.
Hi CodeInvestor_87,
interessante Frage! Rohstoff-ETFs als Inflationsschutz sind theoretisch eine gute Idee, aber in der Praxis komplizierter. Ja, sie sind im Altersvorsorgedepot zugelassen, solange sie die EU-UCITS-Richtlinien erfüllen.
Aber Vorsicht: Rohstoffe sind extrem volatil und korrelieren nicht immer positiv mit der Inflation. Gerade Öl kann auch mal abstürzen, wenn die Wirtschaft schwächelt. Bei Gold ist es ähnlich - manchmal steigt es bei Inflation, manchmal nicht.
Für den langfristigen Vermögensaufbau würde ich maximal 5-10% empfehlen. Mehr kann das Portfolio zu sehr durcheinanderwirbeln. Wie ich neulich schon mal geschrieben hab, sollte der Fokus bei der Altersvorsorge auf Stabilität und langfristiges Wachstum liegen.
Ein breit gestreuter Aktien-ETF bietet übrigens auch gewissen Inflationsschutz, weil Unternehmen ihre Preise anpassen können.
Rohstoffe im Altersdepot? Hmm, bin da skeptisch. Die Volatilität ist wirklich heftig, und über 30-40 Jahre können die auch mal ne Dekade seitwärts laufen.
Inflationsschutz kriegst du meiner Meinung nach besser über Immobilien-REITs oder Aktien von Unternehmen mit Pricing Power. Die können ihre Preise bei Inflation eher durchsetzen als dass du auf schwankende Rohstoffpreise hoffst.