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Thesaurierend oder ausschüttend im Altersvorsorgedepot – was ist steuerlich besser?

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CodeInvestor_87
Beiträge: 52
Themenstarter
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#73]

Hallo zusammen,

ich grübele gerade systematisch über die Frage, ob ich im Altersvorsorgedepot 2027 thesaurierende oder ausschüttende ETFs bevorzugen sollte – speziell unter steuerlichen Gesichtspunkten.

Mein Ausgangspunkt: Im normalen Depot ist die Entscheidung relativ klar, thesaurierende ETFs nutzen den Zinseszinseffekt besser, weil Ausschüttungen nicht sofort der Steuer unterliegen. Im Altersvorsorgedepot ist die Logik aber eine andere, weil die steuerliche Behandlung während der Ansparphase ohnehin anders geregelt ist.

Konkret interessieren mich folgende Punkte:

1. Werden Ausschüttungen im AVD direkt mit der Förderung verrechnet oder bleiben sie steuerlich neutral innerhalb des Depots?
2. Wenn ich eine Einmalanlage tätigen möchte – gibt es da einen Unterschied bei thesaurierend vs. ausschüttend in Bezug auf die Beitragsgarantie-Berechnung?
3. Hat jemand schon konkrete Zahlen oder Rechenbeispiele dazu gesehen, wie sich beide Varianten über 20-30 Jahre im geförderten Kontext entwickeln?

Ich versuche das Ganze systematisch durchzurechnen, aber einige steuerliche Details sind noch unklar. Die offizielle Gesetzesbegründung hilft da leider nur begrenzt weiter.

Freue mich auf konkrete Einschätzungen – gerne auch mit Quellen oder eigenen Berechnungen.


1 Antwort
Werner K.
Beiträge: 30
(@werner-kstner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Frage, die mich an meine eigenen Überlegungen zu Garantieprodukten erinnert. Ich habe mich zuletzt intensiv damit beschäftigt, wie Kosten und Förderstruktur im AVD zusammenhängen – da gibt es ja ähnliche Unklarheiten wie bei Deiner Steuerfrage.

Zu Deinem ersten Punkt: Soweit ich das verstehe, sollten Ausschüttungen innerhalb des Altersvorsorgedepots nicht unmittelbar steuerlich wirksam sein – die Besteuerung erfolgt ja erst bei Entnahme in der Rentenphase. Das würde bedeuten, dass der klassische Steuerstundungsvorteil von Thesaurierern im AVD weniger relevant ist als im normalen Depot. Ob die Ausschüttungen automatisch reinvestiert werden oder auf einem Verrechnungskonto landen, hängt dann vom jeweiligen Anbieter ab – das ist aus meiner Sicht der eigentliche Knackpunkt.

Bei der Beitragsgarantie-Berechnung würde ich vermuten, dass Ausschüttungen, die nicht reinvestiert werden, die Garantiebasis beeinflussen könnten. Das hab ich aber bislang nirgends eindeutig bestätigt gesehen. Ich habe dazu schon in meinem Thread zu Garantieprodukten im Rentenalter Fragen gestellt, aber eine abschließende Antwort fehlt mir da auch noch.


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