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Lebensversicherung beitragsfrei stellen oder weiter einzahlen?

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HermannH_55
Beiträge: 16
Themenstarter
(@hermannh_55)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#15]

Liebe Forumsgemeinde,

ich sitze gerade bei dieser Hitze im klimatisierten Büro und durchforste meine Versicherungsunterlagen - ein Sommerprojekt, das ich schon lange vor mir herschiebe. Dabei bin ich über meine alte kapitalbildende Lebensversicherung gestolpert, die ich vor 15 Jahren abgeschlossen habe.

Die Rahmendaten: Monatlicher Beitrag 180 Euro, noch 12 Jahre Laufzeit, aktueller Rückkaufswert etwa 28.000 Euro. Die Versicherung würde bei Ablauf ungefähr 45.000 Euro auszahlen.

Nun beschäftigt mich als Frührentner vor allem die steuerliche Seite: Wenn ich die Versicherung beitragsfrei stelle, wird der Gewinn später nach der Abgeltungssteuer behandelt. Bei Weiterzahlung greift nach 12 Jahren die günstigere Besteuerung nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG.

Allerdings überlege ich, ob ich die 180 Euro monatlich nicht besser in mein Altersvorsorgedepot 2027 stecken sollte. Dort habe ich ja die nachgelagerte Besteuerung, die in meiner Situation als Rentner vermutlich günstiger wäre.

Wie seht ihr das? Hat jemand ähnliche Überlegungen angestellt und kann aus der Praxis berichten?

Vielen Dank und beste Grüße
Hermann


1 Antwort
Gnter67
Beiträge: 32
(@gnter67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Hermann,

als Rentner kann ich dir aus eigener Erfahrung nur empfehlen, die 180 Euro ins Altersvorsorgedepot 2027 zu stecken! Die nachgelagerte Besteuerung ist wirklich ein Knaller, vorallem wenn man wie wir im Alter einen niedrigeren Steuersatz hat.

Bei der Lebensversicherung kommst du auch mit der günstigeren Besteuerung nach § 20 nicht an die Vorteile der nachgelagerten Besteuerung ran. Dazu kriegst du beim Depot noch die staatliche Förderung obendrauf - je nach Einkommen kann das richtig was ausmachen.

Ich hab damals eine ähnliche Entscheidung getroffen und meine alte Police beitragsfrei gestellt. Das gesparte Geld fließt seitdem ins Depot und ich bereue es nicht. Die Flexibilität ist auch viel besser, falls mal was dazwischen kommt.

Nur ein Tipp: Schau dir vorher nochmal genau an, wie hoch dein Förderanspruch beim Depot ist. Bei der beitragsproportionalen Grundzulage musst du ja auch die Mindestbeiträge beachten.

Grüße
Günter


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