HermannH_55 hat grundsätzlich recht mit dem Hinweis auf professionelle Beratung. Ich würde das aber nicht zu stark gewichten für einfache Lebensumstände. Bei einem normalen Jobwechsel mit 4-6 Wochen Lücke – das ist ein Nicht-Thema fürs Depot. Das hab ich auch bei Bekannten so erlebt mit der alten Riester-Förderung, da war das nie ein Problem.
Was mich bei diesem ganzen Thema eher beschäftigt: Wird das Depot 2027 überhaupt von Anfang an sauber administriert? Also dass der Anbieter zum Jahresende korrekt meldet und die Förderung zeitnah gutgeschrieben wird? Das ist bei Riester in den ersten Jahren ein Chaos gewesen. Ich hoffe das wird 2027 besser gemacht. In meinem Alter – man hat diese Lernkurven der Finanzverwaltung schon ein paarmal miterlebt.
Ich finde den Beitrag von Gerhard_1951 sehr treffend, was die Verwaltungsseite angeht. Aus Erfahrung kann ich sagen: Neue Förderinstrumente starten selten reibungslos. Das war bei der Eigenheimzulage so, bei Riester, bei der Energiesparförderung – immer war der Start holprig.
Zur eigentlichen Frage: Das Depot läuft als eigenständiges Konto weiter, unabhängig vom Arbeitsstatus. Das ist gesetzlich so vorgesehen. Bei Arbeitslosigkeit – solange du ALG I beziehst – bist du grundsätzlich weiterhin förderberechtigt, da du sozialversicherungspflichtig bleibst. Die genaue Förderhöhe hängt dann vom tatsächlichen maßgeblichen Einkommen ab.
Meinen Unterlagen und Notizen zufolge – ich hab mich damit im Sommer schon beschäftigt während ich andere Dokumente zusammensuche – ist der Kernpunkt: Nie das Depot vorzeitig kündigen oder entnehmen, dann bleibt alles sauber. Einfach weiter laufen lassen und im schlechten Jahr eben weniger oder gar nichts einzahlen.
Oh, das frag ich mich auch schon eine Weile! Ich hab damals beim Minijob-und-Elterngeld-Thread was dazu gelernt – da gings um ähnliche Randszenarien. Im Prinzip ist das Depot so konzipiert dass es flexibel bleibt, auch wenn sich die Lebensumstände ändern. Für mich war das ein wichtiges Argument überhaupt einzusteigen, weil man nie weiß was kommt.