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Altersvorsorgedepot 2027 - komme ich vorzeitig ans Geld?

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Petra-Meier
Beiträge: 6
Themenstarter
(@petra-meier)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#33]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ja ab Januar 2027 starten soll. Grundsätzlich finde ich die Idee gut, aber eine Frage lässt mich nicht los, bevor ich ernsthaft darüber nachdenke, da einzuzahlen.

Wir haben diesen Sommer einiges vor – unter anderem steht vielleicht eine größere Anschaffung an – und das hat mich dazu gebracht, mal grundsätzlich zu überlegen, wie "eingesperrt" das Geld eigentlich ist. Ich meine: Was passiert, wenn ich in ein paar Jahren wirklich mal in eine finanzielle Notlage komme? Krankheit, Jobverlust, irgendwas Unvorhergesehenes?

Beim alten Riester weiß ich noch, dass eine Kündigung immer mit Rückzahlung der Förderung verbunden war, was das Ganze sehr unflexibel gemacht hat. Wie ist das beim neuen Altersvorsorgedepot geregelt? Gibt es Ausnahmetatbestände, bei denen man früher an das Geld darf? Oder ist das komplett bis zur Rente gesperrt?

Ich frage das nicht, weil ich plane, das Depot vorzeitig aufzulösen – ich möchte einfach wissen, worauf ich mich einlasse. Gerade bei einer so langen Laufzeit finde ich es wichtig, das vorher zu verstehen. Vielleicht hat jemand schon tiefer in die Gesetzestexte geschaut oder kennt die Regelungen?

Vielen Dank schon mal!
Petra


3 Antworten
WolfgangK
Beiträge: 10
(@wolfgangk)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kurz gesagt: Vorzeitig raus geht, aber dann gibst du die Förderung wieder ab. Dein eigenes Geld kriegst du zurück. Kein Totalverlust also – aber kein kostenloser Ausstieg.


Antwort
S.Hartmann
Beiträge: 1
(@s-hartmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo Petra,

das ist eine wichtige Frage, die viele umtreibt. Ich hab mich damit auch schon beschäftigt, weil ich in einem anderen Thread (Beratungsqualität bei Brokern: Wer erklärt mir das neue System verständlich?) gefragt hatte, wie gut Anbieter eigentlich über solche Details informieren – und das war ernüchternd.

Zum Inhalt: Grundsätzlich ist das Altersvorsorgedepot ein gefördertes, langfristig gebundenes Produkt. Eine vollständige vorzeitige Auflösung ist möglich, aber dann müssen die staatlichen Zulagen und Steuervorteile, die du in Anspruch genommen hast, zurückgezahlt werden. Das eigene eingezahlte Kapital bekommst du aber zurück – anders als bei manchen alten Versicherungsprodukten geht das Geld also nicht verloren.

Einen echten "Notfall-Zugriff" ohne Förderrückzahlung gibt es meines Wissens nach nicht pauschal. Es gibt aber Diskussionen darüber, ob bestimmte Ausnahmen (z.B. Erwerb von Wohneigentum oder schwere Erkrankung) möglicherweise anders behandelt werden. Das sind aber Details, die noch nicht abschließend in allen Durchführungsverordnungen festgezurrt sind, soweit ich das überblicke.

Mein Rat: Bevor du einzahlst, einen soliden Notgroschen außerhalb des Depots aufbauen. Dann spielt die Frage des vorzeitigen Zugriffs eine viel kleinere Rolle.


Antwort
VorsorgePro58
Beiträge: 36
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Was S.Hartmann schreibt, kann ich aus meiner Erfahrung mit dem alten Riester-System gut nachvollziehen. Ich hab meinen Riester-Vertrag ja schon gekündigt und kenne den Schmerz mit der Förderrückzahlung.

Beim neuen Altersvorsorgedepot ist das Prinzip ähnlich: geförderte Beiträge (also staatliche Zulagen plus ggf. Steuerersparnisse über den Sonderausgabenabzug) müssen bei vorzeitiger Auflösung zurückgezahlt werden. Das nennt sich "schädliche Verwendung". Was du selbst eingezahlt hast, gehört dir – das ist ein wichtiger Unterschied zu alten Versicherungsprodukten.

Eine Ausnahme, die ich konkret kenne, ist die sogenannte Wohnriester-ähnliche Regelung für selbstgenutzte Immobilien – ob so etwas 1:1 beim neuen Depot kommt, ist noch nicht zu 100% klar. Das Reformgesetz lässt da noch etwas Spielraum in der Ausgestaltung.

Aber ehrlich gesagt: Wer ernsthaft überlegt, ob er das Geld vielleicht bald braucht, sollte die Einzahlungshöhe entsprechend anpassen und sich nicht zu stark binden. Die Förderung ist attraktiv – aber nur wenn man sie nicht zurückzahlen muss.


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