Hallo zusammen,
ich bin Anfang 30, arbeite vollzeitig und überlege gerade, wie ich meine Altersvorsorge am smartesten aufbaue. Bisher habe ich ein bisschen in einem privaten ETF-Depot bei meiner Bank rumgespielt – einfach so nebenbei, ohne Förderung.
Jetzt mit dem Altersvorsorgedepot 2027 vor der Tür frage ich mich: Sollte ich komplett wechseln oder kann ich beide Varianten sinnvoll kombinieren? Der Berufseinsteigerbonus interessiert mich natürlich mega – wenn ich jetzt schon anfange, was genau bringt mir der konkret gegenüber meinem bisherigen privaten Depot?
Und dann die Frage nach Garantieprodukten vs. flexiblen Lösungen: Muss ich mich jetzt schon entscheiden, oder kann ich das später noch anpassen? Ich möchte ehrlich gesagt nicht jede Woche ins Forum schauen müssen, um mein Depot zu verwalten – das soll nebenberuflich einfach funktionieren.
Wer hat praktische Erfahrungen mit dem Vergleich? Gibt es Gründe, das private Depot nicht einfach zu 100% ins neue System zu migrieren?
Freut mich, dass du das Thema ernst nimmst! Ich komme ja selbst aus der Riester-Welt und bin begeistert, wie viel gerechter die neue Regelung ist. Der konkrete Vorteil des Berufseinstiegsbonus gegenüber deinem jetzigen Depot: Du bekommst einfach Geld geschenkt. Im privaten ETF-Depot passiert das nicht. Und die nachgelagerte Besteuerung beim AVD ist nicht so schlecht wie viele denken – mit der entsprechenden Planung kann das sehr sinnvoll sein.
Zum Thema Garantieprodukt: Das würde ich dir mit 30 Jahren nicht unbedingt empfehlen. Du hast Zeit, um auch Schwankungen auszusitzen.
Systematisch betrachtet solltest du hier drei Faktoren ausrechnen: 1) Die tatsächliche Förderrendite deines AVD-2027-Modells (mit allen Kosten), 2) die steuerliche Effizienz deines privaten Depots heute, und 3) die Opportunitätskosten einer verzögerten Migration. Mit den Zahlen kannst du dann sauber vergleichen, welche Variante wirtschaftlich Sinn macht. Der Berufseinsteigerbonus ist ein messbarer Vorteil – aber erst mit der kompletten Rechnung siehst du, ob 100% oder ein Hybrid-Modell besser ist. Dafür würde ich mir die Gebührentabellen der konkreten Anbieter holen.