Hallo zusammen, nach 12 Jahren Familienzeit steige ich im Herbst wieder ins Berufsleben ein und möchte das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 nutzen. Das freut mich, allerdings bin ich ehrlich gesagt nervös: Ich habe lange nicht gearbeitet und möchte nicht gleich wieder alles auf eine Karte setzen.
Meine Frage: Kann ich beim Altersvorsorgedepot auch deutlich konservativer starten – also mit mehr Anleiheanteilen oder sogar Garantieprodukten – und dann später graduell umschichten, wenn ich wieder mehr Sicherheit habe?
Mich interessiert dabei:
- Lohnt sich konservativ überhaupt noch, oder bin ich zu vorsichtig?
- Gibt es Nachteile, wenn ich erst mit 50:50 Aktien/Anleihen starte und dann mit 35-40 immer mehr Richtung ETF gehe?
- Verliere ich damit Förderung oder Zulage?
Ich weiß, dass viele hier sehr aktienorientiert denken – aber nach so langer Pause möchte ich einfach kein unnötiges Risiko eingehen. Danke für ehrliche Erfahrungen!
Schön zu lesen, dass du vorsichtig wieder einsteigen möchtest! Aus meiner Perspektive als Rentner würde ich dir aber eins mitgeben: Die lange Laufzeit bis zur Rente ist dein größtes Vermögen. Selbst wenn du jetzt konservativ startest, hast du noch 20+ Jahre bis zur Rentabilität.
Die reine Sicherheit bringt dir wenig, wenn die Renditen hinten nicht reichen. Vielleicht ein Kompromiss: Starte mit 60:40 statt 50:50, und nutze die psychologische Sicherheit, um wirklich dabei zu bleiben. Durchwurscht zu werden ist schlimmer als moderates Risiko.
Ich bin auch gerade wieder ins Berufsleben zurück und verstehe deine Nervosität sehr gut! Bei mir ist es ähnlich – zwei Kinder, lange Pause. Ich habe mich entschieden, beim Depot mit einer konservativen Basis zu starten, aber eben nicht ultrakonservativ.
Mein Plan: Ich nutze ein Garantieprodukt als Kern (vielleicht 40%), kombiniert mit einem stabilen ausschüttenden ETF-Mix (60%) – dadurch kriege ich psychologische Sicherheit und trotzdem längerfristig Wachstum. Die Kinderzulage sollte ja auch gut helfen, den Druck rauszunehmen. Was verdienst du denn ungefähr?
Wichtig: Überblick über die Steuervergünstigungen. Deine Einzahlungen ins Depot sind bis zu deinem Höchstbeitrag steuerlich absetzbar. Das bedeutet, selbst bei konservativem Anlegen bekommst du durch die Steuersparquote eine implizite Rendite – oft 20-30% auf deine Einzahlung. Das senkt das Risiko effektiv.