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Leverage-ETFs im Depot 2027 – Kosteneffizient oder gefährlich?

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Monika F.
Beiträge: 23
Themenstarter
(@monika-frei)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#77]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit Monaten intensiv mit den Zulassungsanforderungen für ETFs im neuen Altersvorsorgedepot 2027 und habe mich gerade durch die Garantieprodukt-Richtlinien der ZfA gewühlt. Dabei bin ich auf eine Frage gestoßen, die mich nicht loslässt: Wie werden Leverage-ETFs eigentlich in der Förderstruktur behandelt?

Ich verstehe, dass klassische Faktor-ETFs (Value, Momentum) mit ihrer strategischen Übergewichtung bestimmter Faktoren sinnvoll sein können – aber Leverage-ETFs mit 2x oder 3x Hebelwirkung? Das fühlt sich für mich wie eine ganz andere Kategorie an. Einerseits könnte man argumentieren, dass sie technisch ETFs sind und daher zugelassen sein sollten. Andererseits widersprechen sie doch grundsätzlich dem Gedanken einer langfristigen, stabilen Altersvorsorge, oder?

Mich interessiert speziell: Werden diese gehebelt Produkte von der ZfA bei der Gewährung der Förderung problematisch gesehen? Gibt es da bereits Klarheit aus den Zertifizierungsvorgaben nach AltZertG? Und falls ja – müssten Anbieter diese möglicherweise ablehnen oder kennzeichnen?

Freue mich auf eure praktischen Erfahrungen!


4 Antworten
Heinrich67
Beiträge: 60
(@heinrich67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage, Monika! Aus meiner Perspektive als Handwerker mit kleinerem, aber regelmäßigem Einkommen: Das klingt für mich nach großem Risiko für wenig echten Vorteil. Bei 30+ Jahren Anlagehorizont brauchst du keine Hebel, die Marktrendite reicht völlig aus. Die ZfA wird solche Produkte wahrscheinlich nicht aktiv unterbinden, aber ob sie wirklich zur Förderlogik passen? Ich bezweifle es. Das ist eher was für Trader, nicht für Altersvorsorge.


Antwort
Nadine K.
Beiträge: 30
(@nadine_1979)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Perspektive. Für meine Enkel würde ich solche Produkte auch nicht empfehlen – die müssen Jahrzehnte anlegen können, da schadet ein überflüssiger Hebel mehr als er nutzt. Die ZfA wird da eher schweigen und es den Anlageergebnissen überlassen.


Antwort
CodeInvestor_87
Beiträge: 52
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Leverage-ETFs sind mir viel zu riskant für mein Geld. Ich möchte bei Rentenbeginn wissen, dass mein eingezahlter Betrag noch da ist – bei Hebelverfahren ist das doch völlig unrealistisch geworden. Ein simpler MSCI World mit Beitragsgarantie schläft mir viel besser.


Antwort
Heinz B.
Beiträge: 15
(@h-bergmann65)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ehrlich gesagt sehe ich hier ein klassisches Problem der ganzen Diskussion um das neue Depot: Man bastelt sich eine vermeintlich optimierte ETF-Strategie zusammen, ohne die Grundlogik zu hinterfragen. Leverage ist im Kern ein spekulatives Instrument. Im Altersvorsorgedepot 2027 völlig fehl am Platz. Nicht alles, was technisch möglich ist, sollte man auch machen.


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