TER unter 0,2%: Loh...
 
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TER unter 0,2%: Lohnt sich der Kostenvergleich wirklich?

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Frank_78
Beiträge: 63
Themenstarter
(@frank_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#74]

Hallo zusammen,

ich bin gerade wieder angestellt nach 15 Jahren Selbständigkeit und bereite mich auf den Wechsel meines alten Riester-Vertrags ins neue Altersvorsorgedepot 2027 vor. Bei der Recherche zu ETFs für das neue Depot bin ich überall auf die Diskussion um die TER gestoßen – unter 0,2% wird oft als Standard gepriesen.

Mich interessiert aber: Macht der Unterschied zwischen einem ETF mit 0,12% TER und einem mit 0,19% bei der Übertragung meines Riester-Deckels wirklich einen großen Unterschied? Ich habe noch etwa 20 Jahre bis zur Rente, und ich frage mich, ob ich mich bei der ETF-Auswahl zu sehr auf die TER konzentrieren sollte oder ob andere Faktoren wie Liquidität oder Tracking-Differenz wichtiger sind.

Zudem: Gibt es beim ZfA-Verfahren Einschränkungen bei der ETF-Auswahl, oder kann ich mir die günstigsten Anbieter frei aussuchen? Ich möchte verstehen, ob es Sinn macht, meinen Riester-Übertrag strategisch zu nutzen.


2 Antworten
Markus B.
Beiträge: 24
(@frhrenteplaner7)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Frank, das ist genau der richtige Moment, darüber nachzudenken – bevor du 2027 startest. Kurz gesagt: Ja, es lohnt sich, auf niedrige TER zu achten, aber nicht als isoliertes Kriterium. Bei der Frühstart-Rente, die ich maximal nutzen möchte, spielen ETF-Kosten eine noch größere Rolle, weil jedes Jahr gezählt. Über 20+ Jahre schlägt sich eine 0,07%-Ersparnis bei der TER deutlich nieder – da reden wir nicht von Kleingeld.

Zum ZfA: Der Übertrag selbst ist gebührenabhängig vom Anbieter, aber bei der ETF-Auswahl hast du (nach dem Übertrag) volle Freiheit. Das Wichtigste ist, dass dein neuer Anbieter das Altersvorsorgedepot ab Januar 2027 anbietet und die ETFs auch tatsächlich zur Verfügung stellt. Ich würde jetzt schon mit potenziellen Anbietern sprechen, welche ETF-Universe sie haben.

Ein kleiner Tipp: Schau dir auch an, ob Rebalancing-Gebühren anfallen – bei günstigen ETFs kann das ein versteckter Kostentreiber sein.


Antwort
S.Hofmann
Beiträge: 55
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Das ist eine sehr berechtigte Frage, Frank. Ich bin gerade selbst wieder in die Arbeitswelt zurückgekehrt und habe mich intensiv mit den Kostenstrukturen beschäftigt. Der Unterschied zwischen 0,12% und 0,19% TER klingt klein, summiert sich aber über 20 Jahre erheblich – wir sprechen von mehreren tausend Euro bei einem größeren Depot.

Allerdings würde ich dich warnen: Nicht alle günstigen ETFs haben auch gute Tracking-Differenzen in der Realität. Manche Anbieter sparen an der TER, haben aber höhere Spreads. Beim ZfA-Übertrag solltest du mit deinem künftigen Depotanbieter klären, welche ETFs bei ihm zur Verfügung stehen – hier gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Anbietern.

Mein Tipp: Leg den Fokus auf breit gestreute, liquide ETFs mit stabilen Anbietern. Die paar Basispunkte TER sind weniger wichtig als ein verlässlicher Partner für die nächsten 20 Jahre. Bei der Riester-Migration brauchst du sowieso eine solide Struktur, da lohnt sich nicht die Jagd nach dem absoluten Low-Cost-Anbieter.


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