Hallo zusammen,
nach meiner 12-jährigen Familienzeit steige ich jetzt wieder ins Berufsleben ein und möchte mich frühzeitig mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 vertraut machen. Eine Frage beschäftigt mich besonders und ich bin noch unsicher:
Bei der ETF-Auswahl muss ich mich zwischen thesaurierenden (Reinvestition) und ausschüttenden ETFs entscheiden. Beide haben ja Vor- und Nachteile, und ich möchte das ganze risikobewusst angehen – schließlich bin ich nicht mehr die jüngste und will vorsichtig wieder anfangen.
Welche Variante macht im Kontext des neuen Förderdepos 2027 mehr Sinn? Spielt die nachgelagerte Besteuerung dabei eine Rolle? Und kann ich mich, wenn ich einmal mit thesaurierend starte, später noch problemlos auf ausschüttend umstellen – oder entstehen da Komplikationen?
Freue mich über eure Erfahrungen und Einschätzungen!
Sehr wichtige Überlegung. Mein Gedanke: bei langer Sparfrist und nachgelagerter Besteuerung im Depot 2027 ist thesaurierend schlicht günstiger in der Handhabung. Ausschüttungen könntest du zwar reinvestieren, aber dann hast du unnötige Verwaltungsaufwand. Mit thesaurierend sparst du dir diesen administrativen Ballast komplett und profitierst vom Zinseszins – gerade bei deinem Zeithorizont ein großer Vorteil.
Gute Frage, C.Hoffmann. Thesaurierer sind im geförderten Depot aus meiner Perspektive die saubere Wahl: Du profitierst vom Zinseszinseffekt ohne laufende Ausschüttungen zu reinvestieren. Besonders bei längeren Sparfristen – und du hast ja noch 25+ Jahre bis Renteneintritt – ist der Kompoundeffekt erheblich. Was die Kostenstrukturen angeht: Beide Varianten sollten ähnliche TERs haben, aber achte auf die Gebührenmodelle deines Anbieters beim Altersvorsorgedepot 2027. Ein Wechsel später ist möglich, aber dann solltest du die steuerliche Behandlung im Depot klären.
Aus meiner Praxis im Finanzbereich: Für deine Situation (Rückkehr nach Pause, vorsichtige Herangehensweise) würde ich thesaurierend empfehlen. Der psychologische Vorteil: du siehst keine Schwankungen durch ausschüttete Dividenden, die dich verunsichern könnten. Zur nachgelagerten Besteuerung – ja, die spielt eine Rolle, aber bei Thesaurierern wird ja kein Zwang zur laufenden Versteuerung erzeugt. Wechsel zwischen den Varianten ist problemlos möglich, kostet dich aber ggf. Gebühren beim Rebalancing. Schau dir auch meine frühere Diskussion zu Produktregeln 2027 an: Produktregeln 2027: Welche ETFs erfüllen die gesetzlichen Vorgaben wirklich? – da sind auch Thesaurierer behandelt.
Also ich bin ehrlich gesagt noch nicht so tief im Thema drin, aber aus dem, was ich bisher gelesen habe: Thesaurierend klingt für Anfänger einfacher. Man muss sich nicht um Reinvestitionen kümmern, oder? Hab mir die Threads zu Garantieprodukten angeschaut, aber das ist ja ne andere Ecke...