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Globale ETFs im Standarddepot: Wie Währungsrisiken bei langen Laufzeiten wirken

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Helmut B.
Beiträge: 26
Themenstarter
(@rentnerdepot62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#76]

Hallo zusammen,

ic bin jetzt knapp ein Jahr im Ruhestand und beschäftige mich intensiver mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027. Für mich stellt sich eine konkrete Frage: Ich überlege, ob ein Standarddepot mit beitragsproportionaler Förderung auch für Rentner wie mich noch sinnvoll ist – vor allem unter dem Aspekt Währungsrisiken.

Mein Gedanke: Wenn ich jetzt noch 25–30 Jahre Laufzeit vor mir habe, könnte ich ja durchaus globale ETFs mit USD-, JPY- oder EUR-Anteilen aufbauen. Aber reichen die Renditechancen aus, um die Währungsschwankungen zu rechtfertigen? Ein ungesicherter World-ETF schwankt ja nicht nur wegen der Kurse, sondern auch wegen EUR/USD.

Wie seht ihr das? Sollte ich eher hedged ETFs nehmen (die kosten aber mehr) oder die Währungsrisiken akzeptieren? Und wie unterscheiden sich die Effektivkosten wirklich zwischen den Anbietern, wenn man Währungskosten einrechnet?

Freue mich auf erfahrene Input!


2 Antworten
Stefan W.
Beiträge: 31
(@s-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, das ist eine sehr durchdachte Frage. Ich habe mich ausgiebig mit den Garantieprodukten des Altersvorsorgedepots 2027 befasst und auch dort spielen Währungsrisiken eine Rolle – allerdings anders strukturiert. Bei der ETF-Rente mit 80%-Garantie wird das Währungsrisiko teilweise vom Anbieter übernommen, was die Rechnung vereinfacht.

Bei deinem Scenario mit ungesicherten globalen ETFs: Die langfristige Historie zeigt, dass sich Währungsschwankungen über 25–30 Jahre tendenziell ausgleichen. Der EUR hat gegen USD über Dekaden betrachtet nicht einseitig verloren. Meine Empfehlung wäre, nicht zu hedgen – die zusätzlichen Kosten (oft 15–25 Basispunkte pro Jahr) fressen die möglichen Gewinne auf. Akzeptiere die Währungsvolatilität als Teil des Risikos.

Zum Effektivkostenvergleich: Nutze nicht nur die TER, sondern frag die Anbieter nach den impliziten Transaktionskosten und den Bid-Ask-Spreads. Das macht oft 10–20 BP Unterschied aus!


Antwort
L.Weber38
Beiträge: 49
(@l-weber38)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Helmut, das ist ne gute Frage, aber ehrlich gesagt: Für mich als 28er ist das noch ein bisschen weit weg 😅 Mich interessieren eher die Kinderzulagen und wie ich die optimal im neuen Depot nutzen kann. Aber grundsätzlich: Wenn du eh lange Zeit hast, würde ich denken, dass Diversifikation über Währungen hinweg nur schlau ist – ist ja nicht anders als internationale Aktienrente. Deine Laufzeit ist ja mega!


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