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Stop-Loss im Altersvorsorgedepot 2027 – wer nutzt das wirklich?

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ETFsparplan34
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Themenstarter
(@etfsparplan34)
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Hallo zusammen,

ichbin gerade dabei, mich auf das neue Altersvorsorgedepot 2027 vorzubereiten und überlege, wie ich meine ETF-Sparpläne darin strukturieren will. Dabei bin ich auf die Frage gestoßen, ob Stop-Loss-Orders bei einem langfristigen Altersvorsorgedepot überhaupt Sinn machen.

Mein Gedankengang: Wenn der Markt stark einbricht – sagen wir mal 20-30% wie damals im Corona-Crash – und man keinen Stop-Loss hat, bleibt man einfach investiert und hofft, dass es sich erholt. Mit Stop-Loss würde man ausgestoppt, realisiert den Verlust, und muss dann irgendwann neu einsteigen. Das klingt nach einem klassischen Buy-High-Sell-Low-Szenario.

Andererseits: Wenn man in Rente geht und kurz vorher ein Crash kommt, wäre man froh, rechtzeitig raus zu sein.

Jetzt frage ich mich konkret:
- Macht Stop-Loss bei einem Depot mit 20-30 Jahren Laufzeit irgendeinen Sinn?
- Oder ist das eher was für kurzfristige Trader, nicht für Altersvorsorge?
- Gibt es Situationen wo es sinnvoll wäre? Z.B. in den letzten 5 Jahren vor Rentenbeginn?
- Kann man Stop-Loss-Orders überhaupt im geförderten Altervorsorgedepot setzen, oder ist das durch die Produktstruktur eingeschränkt?

Ich plan das alles gerade so ein bisschen im Voraus, damit ich zum Start 2027 nicht planlos bin. Wäre super wenn jemand damit Erfahrung hat oder einfach ne Meinung dazu. Danke!


1 Antwort
WolfgangK
Beiträge: 40
(@wolfgangk)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Stop-Loss bei Altersvorsorge ist aus meiner Sicht schlicht das falsche Werkzeug für den falschen Job. Ich hab im Thread zu typischen Fehlern schon geschrieben, dass viele Anleger ihr eigener größter Feind sind – und Stop-Loss ist da ein klassisches Beispiel.

Das Problem: Stop-Loss reagiert auf vergangene Kurse, nicht auf die Zukunft. Du wirst in der Regel genau dann ausgestoppt, wenn Panik im Markt herrscht – also wenn Kurse überreagieren und schnell tief gefallen sind. Statistisch ist das oft der schlechteste Zeitpunkt zum Verkaufen und gleichzeitig einer der besten zum Kaufen.

Für ein Altersvorsorgedepot mit jahrzehntelanger Laufzeit bedeutet das: Du nimmst dir selbst die Erholung weg, realisierst Verluste und zahlst womöglich auch noch steuerliche Nachteile durch die Entnahme. Dazu kommt die psychologische Falle – wann steigst du wieder ein? Viele warten zu lang.

Viel sinnvoller: Einmal sauber das Risikoprofil definieren, eine Asset Allocation festlegen, die du auch in Krisen durchhältst – und dann nicht anfassen. Das ist simpel, aber funktioniert. Stop-Loss klingt nach Kontrolle, gibt aber nur ein falsches Sicherheitsgefühl.


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